Herr Gedeon und der Antisemitismus

pixabay./.tdjgordon

Derzeit ist Dr. Gedeon, seines Zeichens Arzt (also automatisch ein Guter) emoticon-1406546_640 und AfD-Politiker in aller Munde. Ihm wird vorgeworfen, Antisemit zu sein, was er selbst abstreitet und es darauf „reduziert“, Antizionist zu sein. Nun ist die ganze Situation so eskaliert, dass sogar Herr Meuthen (seines Zeichens Bundesvorstandsmitglied und Wissenschaftler – also auch ein Guter) emoticon-1406546_640 damit droht, zurückzutreten, falls Herr Gedeon nicht das Weite sucht. Weil Antisemitismus in einer kultivierten Gesellschaft keinen Platz hat, weil Antisemitismus verabscheuungswürdig ist, weil er menschenverachtend ist.

Nun, soweit, so gut. Und so richtig. Alles bis hierhin würde ich absolut unterschreiben.

Aber! Und hier kommt das große Aber! Ein Aber, das mich aufhorchen lässt und mich misstrauisch macht.

Das ist das Aber der Isolation auf den Antisemitismus an sich. „Antisemitismus hat in der AfD keinen Platz!“ und „Wir dulden keine Antisemiten“ und hier die mitunter zwei besten: „Wir können uns so etwas in Deutschland nicht leisten!“ und „Das ist das Todesurteil der AfD, wenn sie dies durchgehen lässt.“

„Ui“, dachte ich mir, „worum geht es bei der Diskussion eigentlich wirklich? Geht es darum, dass man Kollektive (denn nur in solchen ist so etwas wie Antisemitismus überhaupt möglich) ablehnt und weiß, dass diese meist in Katastrophen führen, wenn diese Kollektive erst einmal ein gemeinsames Feindbild haben, oder geht es „nur“ darum, dass man dieses „heiße Eisen“ auf gar keinen Fall anpacken darf, weil es politisch tödlich ist?

Ui, habe ich mich weiterhin gefragt, hat die AfD vielleicht schon an dieser Stelle gezeigt, dass sie sich eben genau wie alle anderen Parteien im Alltag den auferlegten Grenzen des Dürfens und Nicht-Dürfens unterwerfen muss und es keinesfalls schaffen wird, sich mutig gegen den Schuldkult zu stellen und es zuzulassen, dass Meinungsfreiheit nur bedeuten kann, dass sie absolut ist und eben nicht: Mal so und mal so? Meinungsfreiheit ja, wenn es politisch ungefährlich ist, Meinungsfreiheit ja, wenn sie problematisch wird?

Ich habe die Bücher von Herr Gedeon nicht gelesen. Und solange ich das nicht getan habe, werde ich mir über ihn auch kein Urteil erlauben.  Das tun bereits genug andere.  Und sie sind schnell darin – im Urteile fällen. Vor allem die, die die Demokratie angeblich so vehement verteidigen, sind gerade diejenigen, die Andersdenkende ausschließen und mundtot machen wollen.

Aber passt das zusammen? Muss ich als „Alternative für Deutschland“ nicht gerade das aushalten können?

„Nein“, wird mir ein Großteil der Menschen antworten. „Nicht in diesem Fall. Nicht bei diesem Thema. Da sowieso nicht. Und beim Rassismus nicht. Und bei der Ausländerfeindlichkeit nicht. Und … und … und.!“

Merkwürdig! Wie kann man dann die Demokratie verteidigen, die eigentlich davon lebt, dass Menschen unterschiedlich sind, dass sie andere Meinungen vertreten?

Und was das Erstaunlichste ist: Scheinbar niemandem fällt auf, was die Grundlage dieses Irrsinns ist.

Dass nämlich, egal, ob es sich um den Antisemitismus, den Sozialismus, den Kommunismus, die Apartheid o. Ä. handelt. Immer handelt das Kollektiv, das „Wir“! Immer waren diese Dinge nur möglich, weil das „Wir“ die besseren Ideen hatte, weil das „Wir“ es besser wusste. Weil das „Wir“-Kollektiv sich gegen das „Ihr“-Kollektiv gestellt hat. Weil im „Wir“ angeblich nie etwas Böses lag. Weil es gar nicht böse sein konnte, wenn es doch „alle“ so machten.

DAS ist das eigentlich Schlimme am Antisemitismus; das kaum einer erkennt, was die Grundlage dieser menschenverachtenden Ideologie ist. Eine Ideologie, die im „Wir“ ihren Nährboden hat. Und die in anderer Form nur allzu häufig unendliches Leid über Menschen gebracht hat.

Aber diese Diskussion interessiert Teile der AfD ganz offensichtlich nicht. Hier geht es um die deutsche Schuld, die keinesfalls „herabgewürdigt“ werden darf. Dass so etwas nie wieder vorkommen würde, wenn man die Basis, das sozialistische „WIR“ endlich zum Teufel jagen würde, auf diese Idee kommt auch ich „Alternative für Deutschland“ nicht. Und das ist das Tragische an dieser unappetitlichen Diskussion, wo erwachsene Männer (in diesem Fall) sich selbst zu absoluten Lachnummern degradieren. Wo gedroht wird und geschimpft, dass die Balken sich biegen und wo kein Zwischenton mehr übrig bleibt, um auf das zugrundliegende Problem hinzuweisen.

Schade ist es, dass beiden Gestalten ihre eigene Armseligkeit nicht auffallen wird. Weil sich beide im Recht fühlen, weil jeder der „Bessere“ sein will.  Der „Anständigere“! Dass dabei so Albernheiten wie Rücktrittsdrohungen herauskommen, wird seelenruhig hingenommen. Kein Gesichtsverlust kann so schlimm sein wie die Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Thema.

DAS, liebe Herren, ist ein Armutszeugnis – für Sie beide.

 

Susanne Kablitz
Die Autorin ist Inhaberin des Juwelen-Verlags und Chefredakteurin des Juwelen-Magazins. Sie ist Autorin des Buches „Bis zum letzten Atemzug“ und Mit-Autorin von „Der Freiheit verpflichtet“.

You May Also Like

22 Comments

  1. 1

    Ähnliche, wie die von Ihnen, sehr geehrte Frau Kablitz, aufgeworfenen Fragen treiben auch mich bei dieser Diskussion um.

    Meuthen hat m.E. einen politischen Fehler gemacht, indem er mittels seiner Rücktrittsdrohung die Sache noch höher hängte, zusätzliche Aufmerksamkeit schürte und damit den Gegnern der AfD in die Hände spielte. Mir scheint das ein Reflex zu sein. Der könnte daraus entspringen, daß der Herr Ökonomie-Professor seine geschichtlichen Studien nicht ähnlich trieb, wie es der Gescholtene womöglich tat?

    Dessen ungeachtet bedarf, bevor eine Lanze gebrochen wird, aber der Berücksichtigung, daß die AfD nun mal eine Partei ist. Will eine Partei erfolgreich sein, muß sie Kriegsschauplätze auf denen nichts von Bedeutung zu gewinnen ist, meiden. Strategisch und taktisch erschiene mir deshalb klug, Diskussionen zu vermeiden, die auf Felder führen, auf denen der Gegner nach derzeitigem Stand der Dinge und Gehirnwäsche nicht anders könnte als grandios zu siegen.

    Deshalb flichte ich Ihrer Conclusio bei: Beide nicht recht klug.

  2. 3

    Zitat:“„Ui“, dachte ich mir, „worum geht es bei der Diskussion eigentlich wirklich? Geht es darum, dass man Kollektive (denn nur in solchen ist so etwas wie Antisemitismus überhaupt möglich) ablehnt und weiß, dass diese meist in Katastrophen führen, wenn diese Kollektive erst einmal ein gemeinsames Feindbild haben, oder geht es „nur“ darum, dass man dieses „heiße Eisen“ auf gar keinen Fall anpacken darf, weil es politisch tödlich ist?“

    Das ist der Kern der Sache. Geht es um Fehler des Systems und Individuen die sie begehen, oder geht es um Volksgruppen die man grob verallgemeinernd und tendenziös an den Pranger stellt?
    Als freiheitlicher Individualist halte nichts von allgemeinen Verurteilungen, (aufgezwungener) Gruppenzugehörigkeit und schon gar nichts von Sippenhaft.
    Denn das funktioniert weder bei Christen, Muslimen noch Juden oder Atheisten.
    Nicht alle Menschen leben streng nach ihrem „Lehrbuch“.
    Wenn wir die momentanen Probleme mit Blick auf die historischen Wurzeln und damit auf „die alte Art“ lösen wollen, werden wir genau da landen wo wir schon mal waren und wohl kaum wieder hin wollen.
    Hören wir auf Menschen in Schubladen zu stecken und geben wir denen, die an der momentanen Situation verzweifeln, genau die Namen von exakt den Personen, die an dem Drama Schuld sind. Lösen wir die aktuellen Probleme systematisch und gemäß liberaler Sichtweise individualistisch.
    Denn ich bin zwar (bio-)deutsch, lehne es aber vehement ab, dass andere mit dem Finger auf mich zeigen, weil eine deutsche Regierung mal wieder Europa an die Wand fährt.
    Und wenn ich mir das Recht herausnehme, die Verantwortung für die Fehler des mir aufgezwungenen Kollektivs abzulehnen, muss und will ich anderen dieses Recht auch zugestehen.

  3. 4

    Hier haben alle und niemand Recht.
    Aus meiner Sicht, sind die 1 % Juden (Weltanteil) überdurchschnittlich deshalb an allen wichtigen Entscheidungen auf dieser Welt (mit Ausnahme Asien) vertreten, weil diese eben überdurchschnittlich intelligent sind.
    Die Behauptung, die Juden in der Diaspora und in Israel verfolgten einen geheimen Plan, halte ich für eine Verschwörungsidee.
    Von diesen Verschwörungstheoretikern ist komischerweise noch keiner auf die Idee gekommen, dass der Erfolg dieser Rasse (hat nämlich mit Glauben wenig zu tun) mit der gemäß Bibel erfolgten Segnung der Juden durch Gott zusammenhängt. „Gott“ sprach nämlich nicht zu den Römern, Galliern oder Germanen: „macht euch die Erde untertan“. Er sagte dies den Juden.
    Denn von der Bibel hatte zu diesem Zeitpunkt noch kein Nichtjude etwas erfahren.

    • 5

      @Kuno

      Zitat:“Aus meiner Sicht, sind die 1 % Juden (Weltanteil) überdurchschnittlich deshalb an allen wichtigen Entscheidungen auf dieser Welt (mit Ausnahme Asien) vertreten, weil diese eben überdurchschnittlich intelligent sind.“

      Da ist durchaus was dran. Über das gesamte politische Spektrum findet man Juden als Vordenker. Karl Marx war zwar Jude, Ayn Rand aber auch. Und kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee, beide deswegen in einen Sack zu stecken, wo sich ihre Weltanschauungen doch so diametral gegenüberstehen.
      Dass die Intelligenz der Juden auf ihrer „Rasse“ beruht, glaube ich aber nicht.
      Das hat wohl eher was mit der Art zu tun, wie in deren Kulturkreis gelehrt und aus Kindern Erwachsene gemacht werden.
      Intelligenz und Eigenantrieb kann man durch gezielte Förderung und Training deutlich steigern. Da greift dann das mit „macht euch die Erde untertan“. Ohne gewisse Fähigkeiten, die man sich ja erst aneignen muss, geht das nicht.
      Wenn man, wie in anderen Kulturkreisen und Religionen, Menschen dagegen zu kritiklosen Untertanen erzieht, bleibt die Intelligenz natürlich aus.

      • 6
        • 7

          @rote_pille

          Sehr interessante Diskussion, die man in unseren Breitengraden in deutscher Sprache wohl so nicht führen könnte, ohne einen Sturm der totalen Entrüstung zu entfachen. :-)
          Religion/Kultur als Basis für verschiedene Fortpflanzungsstrategien mit unterschiedlichen resultierenden Genpools und auch als potentielles Hindernis für Intelligenzsteigerung durch selektive oder sogar gänzlich unterdrückte Informationsweitergabe.
          Eigentlich nicht wirklich neu, uns selbst betraf es ja primär im Mittelalter, es wird aber selten so direkt auf den Punkt und politisch inkorrekt ausgesprochen.

      • 8

        So sieht`s aus. Gut erkannt und beschrieben. Das gibt ein Sternchen. *

        Im übrigen weise ich darauf hin, dass es bereits, laut UN, Rassismus ist die Menschen in eben solche zu Unterscheiden.

        • 9

          @DK
          Und genau das ist das Problem:
          Die inflationäre Ausdehnung des Rassismusbegriffes auf jegliches, irgendwie diskriminierendes Verhalten (bgzl. Hautfarbe, Körperfülle, sexueller Ausrichtung,etc.), bei völliger Ignoranz gegenüber kritischen Reibungspunkten bei kulturellen Differenzen.
          Diese Gleichmacherei führt ins Verderben.

  4. 10

    Zu kompliziert. Die Sache scheint mir einfacher:

    „Schuldig“ sollte in dem von der AfD vertretenen Situation der sein, dessen „Schuld“ nachgewiesen wurde (und öffentlich benannt werden kann). Eine „Schuld“ einfach mal zu unterstellen und mit einem Rücktritt zu verbinden sagt einiges, jedenfalls nichts Gutes. Wie war das doch: „die Würde des Menschen …“ unterliegt der Parteiräson?
    Schade. Da wird sich noch einiges mendeln müssen.

  5. 12
  6. 13

    Was jetzt die Rücktrittsdrohung des Jörg Meuthen anbelangt, so glaube ich weiter, dass dieser sich dabei etwas gedacht hat.
    Er kennt den „Laden“ AfD besser wie wir und wird seine Gründe haben.
    Und sei es den, dass in der AfD eine Art Selbstreinigung passieren kann und genau dieser Eindruck in die Medien transportiert werden soll.
    @ Ralf
    Ich habe meine Zweifel, dass man bei entsprechender Erziehung aus Arabern Juden machen kann. Soviel ich weiß, fallen Juden weder in New York noch in Paris oder Berlin besonders tief oder hart, bei eigenem Versagen.
    Die deutliche Mehrheit aller finanzpolitischer Entscheidungen treffen weltweit jedenfalls diese 1 % und genau das passt nicht zum Bevölkerungsanteil. Auch bei den Bilderbergern, bei denen viele Nichtjuden dabei sind, wird man sich wahrscheinlich ansehen können, dass die Juden in den entscheidenden Positionen sitzen. Und dazu muss man eine gewisse Intelektualität mitbringen, sonst funktioniert das nicht. Und deshalb ist die Verschwörungstheorie von Henry Ford (alle anderen, einschl. Hitler oder Rosenberg, waren später) und dieser ominöse Gedeon der heutigen AfD ohnehin.
    Selbst wenn an der Weltverschwörungstheorie etwas dran wäre, ändert das nichts an dem Umstand, dass es ohne besonderen Intellekt nicht geht.
    Da können sich Türken oder Ägypter anstrengen wie die wollen: es würde mit denen nicht funktionieren.

    • 14

      @Kuno

      Es kommt darauf an.
      Falls Du schon mal mit Menschen aus anderen ethnischen Gruppen zu tun gehabt hast, die aufgrund von Adoption oder zeitlich günstiger Geburt nach Auswanderung der Eltern bei uns bereits ab früher Kindheit unsere Erziehung und Bildung genossen haben, wirst Du wahrscheinlich gesehen haben, dass die Rasse/Genetik eine sekundäre Rolle spielt und vielmehr der kulturelle Background die dominante Größe für das Sozialverhalten bzw. die Intelligenz ist.
      Wenn also jemand bei uns einwandert, der bereits in seinem Heimatland sozialisiert wurde, ist das etwas völlig anderes, als wenn jemand aus einer anderen ethnischen Gruppe bei uns geboren und nach unseren Maßstäben erzogen wurde.
      Nur ist letzteres ist eher selten der Fall und gerade bei Muslimen der kulturelle Druck immens und zur Zeit sogar steigend.
      Die Massen an gerade Einwandernden entfremden uns unsere bereits Integrierten.

      • 15

        Wieso Ralf; verstehe ich jetzt nicht. Wenn sich eine ethnische Gruppe voll integriert, welches bei Moslems niemals der Fall sein wird, dann könnte ich Dir recht geben. Aber per se wird immer eine ethnische Gruppe versuchen zu dominieren. Für Erdogan ist Integration ein Verbrechen (Originalton), weil die hier lebenden Türken als 5. Kolonne gesehen werden.
        Wenn ich im Urlaub bin, meide ich persönlich Orte und Hotels mit überwiegendem Anteil von Engländern. Und umgekehrt geht es vielen Engländern mit den Deutschen auch. Diese Separierung gibt es wirklich. Aber nur zwischen Deutschen und Engländern. Nicht zu Franzosen oder Niederländern ode Italienern und Spaniern.
        Hier geht es, wie im Tierreich darum, wer das Sagen hat. Wer die kulturelle Oberhoheit hat. Ich war vor Jahren mit dem Auto in England. Da wurde ich ständig von Engländern überholt, weil die es anscheinend nicht vertrugen hinter einem Auto mit deutschem Kennzeichen herzufahren.
        Ähnliches Verhalten gibt es in Deutschland nicht. Passt man sich aber den Engländern an, dann können diese sehr freundlich sein. Diese Anpassung beginnt bereits dann, wenn man in Spanien mit Engländern englisch spricht und nicht etwa, was angemessen wäre, deutsch oder spanisch.
        Wurden die Indianer nun ausgerottet oder nicht? Wurden die Armenier oder Kurden in der Türkei nun diskriminiert oder nicht? Wurden die Schwarzen in Nordamerika diskriminiert oder nicht. Und, nicht unwichtig: werden die Weissen heute in Südafrika von den Schwarzen diskriminiert oder nicht?
        Auch rechne ich die sog. „positive Diskriminierung“ von Weissen in den heutigen USA eindeutig zur Diskriminierung und damit zum typischen Gruppenverhalten im Sinne dieser Diskussion.

        • 16

          Du sagst es selber:
          Zitat:“Aber per se wird immer eine ethnische Gruppe versuchen zu dominieren. Für Erdogan ist Integration ein Verbrechen (Originalton), weil die hier lebenden Türken als 5. Kolonne gesehen werden.“

          Dies ist unser Land und wir bestimmen, wie es hier läuft. Genauso wie die Türken in ihrem Land bestimmen, wie es da läuft. Wenn von außen die Integration in unser Land bewusst unterminiert und die Einwanderung in unsere Gesellschaft als Landnahme und Kulturverdrängung vorangetrieben wird, ist das als das zu bezeichnen, was es ist:
          Ein kriegerischer Akt der Regierung einer Nation gegen eine andere.

          Wer sich bewusst für das Leben in unserer Gesellschaft entscheidet, weil ihm unsere Art zu leben mehr zusagt als in seinem Herkunftsland, wird sich freiwillig problemlos integrieren.
          Wer sich aber in unser Land begibt um es seinen Vorstellungen gemäß zu verändern und die, die bereits integriert sind gegen uns aufzuwiegeln, sollte als das gesehen werden, was er ist: Ein Aggressor.
          Und Aggressoren sollten wir hier nicht reinlassen und falls sie schon drin sind, sofort wieder rauswerfen.
          Man sollte dies jedoch nicht zwingend an die Kultur oder Religion des Herkunftslandes koppeln, denn damit verwehrt man den Menschen von vornherein die Möglichkeit zur freiwilligen Anpassung. Man sollte es vom Verhalten abhängig machen.
          Dies wäre auch konform zu unseren bestehenden Gesetzen.

  7. 17

    Hinzu kommt noch ein Gesichtspunkt: Dieser Wolfgang Gedeon soll in mehreren seiner Bücher antisemitische Äußerungen getan haben.
    Wäre Gedeon ein Privatmann, so wie ich, dann könnte man über Meinungsfreiheit etc. reden.
    Aber genau das ist er eben nicht. Und deshalb stellt sich die Frage, mit welcher Böswilligkeit dieser Gedeon versucht der AfD als Partei zu schaden.
    Das musste der jungen Partei AfD auf jeden Fall in der öffentlichen Wahrnehmung schaden, das steht fest.
    Oder er war nicht böswillig oder vom BND beauftragt, sondern nur politisch instinktlos. Dann muss man konstatieren: deutliche Abwesenheit jüdischen Intellekts!

    • 18

      Genau Kuno: Soll getan haben. Und wieso gelten für ihn andere Gesetze, wenn er Privatmann ist? Ein Mensch kann sich doch nicht teilen. Entweder ist er integer oder nicht. Entweder habe ich eine Meinung oder nicht. Was soll die Aufteilerei? Das ist genau der Grund, warum viele auf Politik keine Lust mehr haben. Weil sie verlogen ist. Und genau das soll in der AfD fortgesetzt werden. Nee, nee, dann ist das keine Alternative, dann ist das der Brei, den wir schon haben. Nur noch mehr davon.

    • 20

      Die Bücher mit den umstrittenen Inhalten hat Herrn Gedeon meines Wissens vor der Gründung der AfD vefasst. Somit kann die ihm unterstellte Absicht der Schädigung dieser Partei nicht zutreffen. Nach meiner Wahrnehmung hat auch nicht Herr Gedeon die Diskussion angestoßen, sondern diese wurde der AfD von außen aufoktroyiert um ihr damit Schaden zuzufügen. Auch Frau Kablitz hat diesen Umstand offensichtlich nicht erfasst. Herrn Gedeon muss das Recht zugestanden werden, die öffentlich ihm zur Last gelegten (vermeintlichen) antisemitischen Äußerungen auch öffentlich zu widerlegen – AfD hin, AfD her. Das ist so selbstverständlich, dass es keiner Diskussion bedarf und es ist keineswegs, wie Frau Kablitz konstatiert, ein Armutszeugnis. Gleichwohl ist Herr Meuthens Rücktrittsdrohung eine infantile Albernheit.

  8. 21

    @ Susanne

    In der Realpolitik muss man sich aber nach realitäten richten, genau das hatte ich gemeint. Wolfgang Gedeon muss gewusst haben, dass das Thema kontaminiert ist. Die anderen Parteien achten auf jedes Wort und wiegen alles dreimal ab.
    Meine private Meinung deshalb: Jörg Meuthen hat mit der Reissleine zu ziehen, richtig gehandelt. Denn es geht doch darum, die massenhafte Zuwanderung durch Islamisten endlich sachgemäß zu thematisieren.
    Das ist jetzt dran und nicht eine zweihundert Jahre alte Verschwörungstheorie ausgerechnet jetzt zu thematisieren. Wenn das nämlich durchgehen würde, dann könnten die Linken aller Klassen mit Recht mit dem Finger auf die AfD zeigen und das kostet noch ein paar zigtausend Immigranten zusätzlich.

  9. 22

    Auch ich vertrete die Auffassung, dass ein Abgeordneter die Pflicht hat, vorhandene Widersprüche (in der eigenen Partei) zu thematisieren.
    Gedeon ist ein Zionismuskritiker, und was da von ihm diesbezüglich veröffentlicht wurde, ist diskussionswürdig.

    Gedeon geht mit seiner Zionismuskritik nicht so weit wie ich in meinem Blog gehe, weshalb der von uns beiden vorgenommene Tabubruch – Antizionismus ist kein Antisemitismus, sondern eine nach Art. 5 GG erlaubte und geschützte Meinungsäußerung, die auf diskussionswürdigen Interessen basieren kann.

    Antisemitismus gibt es deshalb nicht, weil es a) keinen Semitismus gibt und b) weil eine Neuauflage des nationalsozialistischen Projekts von antijüdisch-arischem RASSISMUS ALS STAATSDOKTRIN von den Herrschenden und den Mächtigen nicht mehr als effizient angesehen wird. Als drittes Argument kommt hinzu, dass jeder Staat – und der Antisemitismus ist seit 1933 keine psychologische, sondern eine staatspolitische Kategorie, die man ohne „Auschwitz“ und „Endlösung der Judenfrage“ nicht denken kann – dass also jedes Staatswesen, das sich die Ausrottung der Juden zum Ziel setzen würde, innerhalb von 32 Minuten atomar be wiped from the map!

    Da Herr Meuthen und die AfD im Zionismus die Realisierung ihres Staatsbürgermodells sehen – in Israel dienen die „Nürnberger Gesetze“ von 1935 zur Bestimmung der drei Arten von israelischer Staatsbürgerschaft, weil ja der nationalozialistische Antisemitismus ein Plagiat des Zionismus ist! – da also die AfD das in Deutschland und Österreich abgeschaffte „ius sanguinis“, die biodeutsche Abstammung, wieder einführen möchte, ist sie selbst ein Plagiator des zionistischen Staatsverständnisses – und muss Antizionisten = Antirassisten wie Herrn Gedeon ausstoßen.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>