Warum zahlen wir Steuern?

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Träumen Sie nicht auch manchmal davon, Geld zu verdienen ohne dass der lästige Steuerkrake Staat ständig einen nicht unerheblichen Anteil Ihres hart erarbeiteten Einkommens abgreift? Wenn Sie sich immer noch darüber wundern, dass Sie in Merkels buntem Personen-Betreuungs-Zoo so viele Steuern und Abgaben zu bezahlen haben und am Ende lediglich etwa 10% des erwirtschafteten Arbeitseinkommens für die Eigenversorgung übrig bleiben, dann kennen Sie offensichtlich Ihre wirkliche Position im großen Spiel um Macht und Geld noch nicht.  Um zu verstehen, was hier Tag für Tag mit uns passiert, muss man sich allerdings zuerst darüber klar werden, wo man in diesem Spiel überhaupt steht.

Wenn Sie „Steuerzahler“ sind, dann agieren Sie im  herrschenden System nicht als Mensch, sondern als Person.

Wir lassen uns vom System durch einen Taschenspielertrick täuschen und das ausschließlich zu unserem Nachteil. Fakt ist: Als Menschen sind wir keine Personen, aber wir haben eine. Zumindest theoretisch, denn die Person und unser Name im System gehört rein rechtlich betrachtet dem, was wir gemeinhin als Staat bezeichnen. So steht es jedenfalls ganz deutlich im Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB).

Im Recht gibt es einige unverrückbare Grundsätze.

So gilt zum Beispiel, dass man nicht mehr Rechte übertragen kann, als man selbst hat. Da ein Staat von Menschen geschaffen wird, steht der Mensch logischerweise immer über dem Staat, denn er kann dem Staat/System  grundsätzlich nicht mehr Rechte geben, als er selbst hat. Im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland können wir das leicht nachlesen. Dort steht:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ Und etwas später folgt noch der Satz: „ Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“. Vor dem Gesetz bedeutet davor. Danach gibt es nämlich in deren Augen nämlich keine Menschen mehr. Da ist immer von Personen die Rede. Sie können Menschen im System nicht erkennen. Menschen kommen im System nicht vor, weil sie zwangsläufig immer über dem System stehen müssen.

Im System befinden sich deshalb nur noch Personen. Um uns Menschen im System, also nach dem Gesetz „behandeln“ zu können, wurden deshalb einfach Strohmänner geschaffen, die man zur Unterscheidung Personen statt Menschen nennt.  Mit diesen Strohmännern sollen wir Menschen uns identifizieren. Wir sollen uns für die Person als identisch, als gleich erklären.

Die Trennung Mensch/Person in der Rechtsprechung wird sofort offensichtlich, wenn man verschiedene Gesetzestexte liest.

Während die natürliche Person den Menschen in seiner Rolle im System repräsentiert und sich so zumindest noch in unserem Verfügungsbereich befindet, verfügt über die juristische Person eindeutig der „Staat“ oder in unserem Fall die Firma „Bundesrepublik Deutschland“. Diesen Umstand kann man problemlos und ganz offen im Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB §10 Absatz 1) nachlesen. Dort steht  „Der Name einer Person unterliegt dem Recht des Staates, dem diese Person angehört.“ Aus diesem Grund haben diese Personen auch „rein zufällig“ den gleichen Namen wie wir. Die Folge daraus ist, dass wir glauben, diese Person zu sein. Wir Menschen sind diese Person aber nicht, solange wir uns nicht als mit ihr identisch erklären – uns identifizieren.

Die Frage der Obrigkeit, „sind Sie der Herr XXX“ hat also ganz bestimmte Gründe. Ein ja zu dieser Frage bedeutet, dass ich mich mit der Person, die eigentlich gemeint ist, für identisch erkläre. Einen Zwang dies zu tun, gibt es nicht. Das passiert freiwillig.

Da Personen nur auf Zetteln existieren, die man Geburtsurkunde nennt, aber weder sprechen noch denken können, braucht man diese Verbindung zum Menschen, den man plündern und übervorteilen will. Eine dieser geplanten Plünderungen sind Steuern. Arbeiten können nur Menschen aus Fleisch und Blut. Personen, also Zettel, werden kaum in der Lage sein, ohne den Menschen irgendetwas zu erwirtschaften. Wie sollte das auch gehen. Aber wir erinnern uns, im System geht es nur um Personen.

Um Menschen über die Personen besteuern zu können, werden diese mit „Privilegien“ ausgestattet. Ein besonderes Privileg der Person ist beispielsweise, Leistungen aus dem staatlichen Sozialsystem zu bekommen. Aber auch die Benutzung öffentlicher Straßen, die Postleitzahl oder eine öffentliche Adresse (Wohnhaft) zu haben, sind solche Privilegien. Ein ganz besonderes Privileg ist es steuern bezahlen zu dürfen. All diese Privilegien haben immer eines Gemeinsam, sie gelten nur für Personen. Was schließen wir nun für uns Menschen daraus?

Richtig, Menschen dürfen keine Steuern bezahlen.

Um den Betrug mit den Steuern mit uns Menschen erfolgreich durchzuziehen, hat man ihn im Treuhandrecht verortet. Indem wir glauben, selbst die besteuerte (oder eher bescheuerte?) Person zu sein,  haben wir nämlich völlig freiwillig und ohne es zu wissen, ein Treuhandverhältnis für diese Person übernommen.

Wie in jedem Treuhandverhältnis gibt es auch hier stets mehrere Beteiligte.

Zuerst zu nennen wäre der so genannte Treugeber. Er ist der eigentliche Eigentümer einer Sache. In unserem Beispiel gehört ihm die juristische Person. Im Fall der Person mit Ihrem Namen ist der Treugeber vermutlich die Bundesrepublik Deutschland, denn ihr gehört die Person, weil ein BRD Mitarbeiter diese Person bei der „Registrierung“ Ihrer Geburt über das Standesamt geschaffen hat.  Das ist bei Jedem so, der sich als  Personal deutsch ausweist.

Als Nächstes gibt es den Treuhänder, der im Namen des Treugebers die Sache verwaltet und nach eigenem Ermessen damit handelt. Der Treuhänder muss nicht unbedingt der Eigentümer sein. Er kann es aber sein. Zumindest dann, wenn Sie mit Geburtsurkunde ausgestattet sind. In der Regel laufen wir bei uns als Personen-Treuhänder mit „Personalausweis“ und Staatsangehörigkeit „deutsch“ durch die Gegend.

Als weiteren Beteiligten am Treuhandverhältnis gibt es den Begünstigten.  Der Begünstigte ist weder Eigentümer der Sache (Treugeber) noch Treuhänder. Er erhält jedoch Zuwendungen oder hat Ansprüche aus dem Treuhandverhältnis zugewiesen bekommen.

Diese Zusammenhänge möchte ich Ihnen anhand eines kleinen Beispiels verständlicher erläutern:

Angenommen Sie erben einen Bauernhof von Ihrem Opa. Da Sie keine Ahnung davon haben, wie man einen landwirtschaftlichen Betrieb richtig führt und bewirtschaftet, übergeben Sie den Betrieb zu treuen Händen an einen Fachmann, der für Sie den gesamten Betrieb in Eigenverantwortung führt und verwaltet. Dieser Treuhänder übernimmt die Treuhandschaft und damit die volle Verantwortung und Haftung über den gesamten Betrieb. Für seinen Einsatz und damit er unser ererbtes Eigentum in gutem Zustand bewahrt, erhält dieser Treuhänder einen Ertragsanteil in Höhe von 10% aus dem erwirtschafteten Betriebsgewinn. Der Rest des Ertrages ginge eigentlich an Sie als Eigentümer/Treugeber des Bauernhofes.

Da Sie als Eigentümer das Geld in unserem Beispiel nicht wirklich brauchen, Ihre Kinder aber für das Studium erhebliche Ausgaben haben, weisen Sie den Treuhänder an, dass der für Sie bestimmte Gewinn direkt an Ihre Kinder ausgezahlt wird. Ihre Kinder sind in diesem Beispiel weder Treugeber noch Treuhänder. Sie sind einfach die von Ihnen bestimmten Begünstigten aus diesem Treuhand-Verhältnis.

Der Treuhänder ist der, der arbeitet und handelt. Er bekommt allerdings nur eine vom Treugeber bestimmte Vergütung als Ertragsanteil aus dem betriebenen Geschäft, das ihm nicht gehört. Der Treuhänder selbst darf nie gleichzeitig Begünstigter sein, da dies zu schweren Interessenskonflikten führen würde. Begünstigter sein darf nur der Treugeber oder eine andere von ihm bestimmte Person. Der Treuhänder darf niemals in die eigene Tasche wirtschaften. Das ist strikt verboten. Und genau in diese Situation hat man uns als Menschen hinein manövriert.

Denn exakt diese Konstellation finden wir bei uns im Verhältnis zur  Person mit zufällig gleichem Namen. Der „Staat“ ist der Treugeber der Person, denn ihm gehört dieses vom Standesamt geschaffene Konstrukt, das eigentlich nur aufgrund der Geburtsurkunde existiert. Der Treuhänder wäre normalerweise ebenfalls der Staat, vertreten durch dessen jeweiligen Bediensteten, der die Person für den Staat  im Auftrag verwaltet.  Vor Gericht sind das beispielsweise der Staatsanwalt oder der Richter.

Sie als Mensch übernehmen die Treuhand über die Person erst in dem Moment, in dem Sie auf die Frage des Richters „sind Sie der Herr XXX“ mit ja antworten. Und danach werden Sie dann nach allen Regeln der Kunst verwurstet, denn die Aufgabe von Gerichten ist es nicht, Recht zu sprechen. Für Menschen aus Fleisch und Blut sind Gerichte nicht zuständig. Die „verhandeln“ immer nur Personen.

Genau deswegen kann man so genannte „Menschenrechte“ in der BRD auch nirgends einklagen.

Eigentlich wären wir als Menschen in diesem Treuhand-Verhältnis  nämlich Begünstigter der Person und müssten angemessen vom Treuhänder versorgt werden.  Weil unsere Geburt ursächlich für die Schaffung der Person war und weil laut Gesetz in Deutschland seit 1945 sämtliches Eigentum beschlagnahmt ist und wir zudem mit unserem Erbe für diesen Pseudo Staat „freiwillig“ die volle Haftung übernommen haben, stehen uns eigentlich gewisse Ansprüche an einem per Geburtsurkunde geschaffenen Treuhandvermögen zu. Wenn man uns schon alles wegnimmt, dann muss man wenigstens für uns Sorgen. Aber dem ist natürlich nicht so.

Leider haben unsere Eltern nach unserer Geburt mit der Registrierung beim Standesamt den ersten großen Fehler begangen und uns an den Staat, der eigentlich eine Firma ist, übereignet.  Dieser hat uns dann einfach für tot erklärt, weil wir uns nach 7 Jahren nicht als lebend gemeldet haben. Damit wurde unser Treuhandfonds quasi zur Plünderung durch den Staat freigegeben.

Auch wenn Sie mir das bis hierher nicht glauben, genau so läuft das ganze System.

Es kommt allerdings noch besser. Wir haben im Alter von 16 Jahren mit der Beantragung des Personalausweises bereits den nächsten schweren Fehler begangen und freiwillig ohne es zu wissen, die Treuhandschaft über die juristische Person übernommen. Wir haben uns zudem eine Anstellung als Personal der BRD aufs Auge drücken lassen und wurden somit automatisch steuerpflichtig. Denn genau so steht es in den als Gesetz getarnten Statuten der BRD. Damit fällt dummerweise auch noch unsere vorteilhafte Rolle als Begünstigter für uns weg. Ab jetzt haben wir nämlich den Job des Treuhänders für die Person, der stets das volle Risiko des Handelns zu tragen hat. So etwas nennt man gemein hin auch wir wurden reingelegt.

Man muss sich nur etwas im Treuhandrecht auskennen, um die negativen Folgen für uns daraus zu begreifen. Der Treugeber der Person ist in diesem Fall eindeutig der Staat. Da wir die Treuhandschaft „freiwillig“ übernommen haben, können wir wie bereits dargelegt aus rechtlichen Gründen nicht mehr der Begünstigte sein, da dies im Treuhandrecht verboten ist. Das war´s dann also mit unserer Versorgung über das Treuhandvermögen.

Und was noch viel schlimmer ist, als Treuhänder steht uns für unsere aufopferungsvolle Tätigkeit für die Person des Treugebers lediglich ein kleiner Obulus zu.  Derzeit gehen etwa 90% des von uns erwirtschafteten Einkommens über die Person an den Treugeber – den Staat. Da aus Sicht des Staates die Person das Einkommen verdient, steht uns, dem Treuhänder nur die Gewinnbeteiligung zu. Und das waren in unserem oben erklärten Beispiel 10%.

Noch Fragen?

 

Ich habe in diesem Artikel versucht, die sehr komplizierten Sachverhalte allgemein verständlich darzulegen. Dabei konnte ich nicht auf alle Details und Hintergründe vollumfänglich eingehen und musste die gesamte Darstellung stark vereinfachen. Um den ganzen Prozess wirklich zu durchschauen, waren erhebliche Recherchearbeiten meinerseits nötig. Diese sind immer noch nicht abgeschlossen, weshalb ich auch noch keinen finalen Lösungsvorschlag geben kann. Inzwischen bin ich sogar zu der Meinung gelangt, dass der größte Erkenntnisgewinn nicht im einfachen Konsum von Artikeln wie diesem liegt, sondern in der Erfahrung, die man bei eigenen Recherchen selbst macht. Ich kann Ihnen daher nur empfehlen, sich selbst intensiv in die Materie einzuarbeiten, um danach eigene Schlüsse und Handlungsfäden aus den gegebenen Tatsachen zu ziehen.

Gerhard Breunig
ist Autor des Buches „Abgemerkelt“ und Mit-Autor des Buches „Klimasozialismus“, die beide im Juwelen-Verlag erschienen sind.

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59 Comments

  1. 1

    Ich helfe Ihnen gerne auf Ihrem noch sehr langen Weg zur Erkenntnis. Stellen Sie sich die richtigen Fragen, zum Beispiel: was ist mit den Steuerzahlern in allen anderen Ländern auf der Welt? Warum zahlen DIE Steuern?

    • 2

      Ich denke, rote_pille will daruf hinaus, dass man gar keine so komplizierten Überlegungen anzustellen braucht. Die meisten Deutschen und die meisten Bürger aller anderen Staaten zahlen Steuern aus dem Grund, weil sie es akzeptiert haben (ob bewusst oder unbewusst sei jetzt einmal dahingestellt), sich vom Staat durch Steuern und Abgaben ausrauben zu lassen. Dabei würden vermutlich fast alle dieser Bürger es selbstverständlich als schweres Verbrechen ansehen, von einem Individuum oder einer Bande ausgeraubt zu werden – jedoch sind sie gleichermaßen irrsinnigerweise der felsenfesten Überzeugung, dass ein Verbrechen dadurch legitim, ja sogar gut und notwendig wird, wenn der Staat es selber begeht:
      „Wir konzentrieren uns vornehmlich auf die Regierung, da es sich bei ihr im Hinblick auf Zwangsinterventionen empirisch gesehen um die bedeutendste Organisation handelt. Unsere Analyse könnte jedoch genauso gut auch auf alle anderen Zwangsorganisationen übertragen werden.
      Wenn die Regierungen für ihre Einnahmen und Ausgaben einen Haushalt aufstellen, dann müssen das Kriminelle genauso tun; wo eine Regierung Steuern erhebt, erheben Kriminelle ihre eigene Art von Zwangsabgaben; wo eine Regierung betrügerisches Geld oder Fiatgeld ausgibt, könnten Kriminelle Geld fälschen.
      Was hier verinnerlicht werden sollte, ist, dass es praxeologisch keinen Unterschied zwischen der Natur und den Auswirkungen der Besteuerung und der Inflation auf der einen Seite und der Raubüberfälle und der Geldfälschung auf der anderen Seite gibt. Durch beides wird mit Zwang in den Markt eingegriffen, um eine Gruppe von Menschen auf Kosten einer anderen Gruppe zu begünstigen.“
      http://www.propagandafront.de/1133730/der-staat-nichts-weiter-als-eine-parasitare-verbrecherbande.html
      Die ganz einfache Erkenntnis, zu der also die Deutschen (und natürlich auch die Bürger eines anderen Staates) gelangen müssten – aber in der breiten Masse vermutlich niemals gelangen werden, ist es also, die folgenden Gleichsetzungen zu treffen:
      Steuern = Raub und Staat = Räuberbande.

      • 3
      • 4

        @ WzK
        Wenn Du keinen andere Regierung willst, sondern gar keine Regierung,
        dann wirst Du will alle anderen Anarchisten irgendwann aufwachen und nach selbigem rufen.
        Außerdem sprichst Du immer von Staat, ein Staat ist aber nach allgemeiner Definition: Bevölkerung + kontrolliertes Territorium + Regierung. Wenn Du noch nicht einmal das genau definieren kannst, also den Staat mit der Regierung verwechselst, dann ist hinter den sonstigen Aussagen ein dickes Fragezeichen angebracht.

      • 5

        @ Kuno
        Ich denke, einer der allergrößten Irrtümer ist eben genau der, dass das Volk sich mit einbezieht, wenn von Staat die Rede ist: „Der Staat, das sind wir doch alle.“
        Dabei hatte es bereits Nietzsche wortgewaltig klargestellt, wie falsch diese Annahme tatsächlich ist: „Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: „Ich, der Staat, bin das Volk.““
        Tatächlich heißt es ja auch Volkswirtschaft oder Nationalökonomie – im Gegensatz zur Staatswirtschaft, welche wir mittlerweile bei einer Staatsquote von weit über 50% de facto aber haben; insbesondere haben wir ja einen vollständigen Geldsozialismus.

        • 6

          Nicht ganz getroffen, WzK, weil der Staat außer dem Staatsvolk und der Vertretung nach Außen (Regierung) auch aus dem Staatsgebiet besteht.
          Dieses Staatsgebiet muss Grenzen haben und somit auch einen Grenzschutz.
          Wenn aber alle „Staaten“ „weg“ sind, wie hier von rote_Pille fabuliert wird,
          dann hat jeder Mensch in Sibirien, in Indien oder in Afrika das Recht seinen Wohnsitz hier zu nehmen. Am besten, damit er das auch begreift, direkt neben Euerm Wohnsitz. Umgekehrt hat auch jeder Deutsche das Recht seinen Wohnsitz in obigen Gebieten zu nehmen.
          Der Unterschied liegt im Detail. Es ist eben viel angenehmer und schöner in Deutschland zu wohnen, als im Irak oder in Bangladesch.
          Deshalb begreift endlich, dass die dadurch includierte Umvolkung ein Irrweg ist. Denn Millionen Inder, Araber etc. werden Deutschland so verändern, dass ein Unterschied zu den Herkunftsländern kaum noch zu erkennen ist. Diese merkwürdige Göring- Eckard sagt dazu ganz klar: „Deutschland wird sich jetzt verändern und darauf freue ich mich“.
          Und wann hat diese Grüne gesagt? Auf dem Höhepunkt des Millionenansturms der Araber und Balkanesen an deutschen Grenzen.
          Es ist mir egal, was warum und wie gesagt wird; es kommt einzig auf die realen Auswirkungen an. Warum nehmen denn weder die USA noch Israel diese Millionen Fluchtwilligen auf? Weil die das nicht wollen!
          Und deshalb sehe ich zwischen den GRÜNEN und den Anarchisten keinen Unterschied, absolut keinen. Der Antinationalismus der LINKEN und GRÜNEN ergänzt sich im übrigen mit demselben Antinationalismus der großen Konzerne. Auch das ist eine Wahrheit. Brauchbar im Sinne des Bewahrens der deutschen Idylle ist nur der Mittelstand und die Kleinunternehmer.

          • 7

            Durch Kroatien, wo sie sie nicht mit Sozialleistungen überschütten, sind sie einfach durchmarschiert. Sie wissen doch, dass der „Fluchtwille“ kein natürliches Phänomen ist, sondern von der deutschen Politik gesteuert wird.

          • 8

            Eben den Grenzschutz betrachte ich als eine solche unten erwähnte staatliche Kernaufgabe, für die ich mir keine geeignete anarchokapitalistische Lösung vorstellen kann.
            Welche Lösungen bieten Anarchokapitalisten nun aber selber angesichts der Flüchtlingsinvasion an?
            “ Es gib zwei Möglichkeiten hinsichtlich der aktuellen Migrationswelle: a) Es gibt einen Sozialstaat, der die Einwanderung begrenzt, da andernfalls das Verhältnis von Zahlern zu Empfängern auseinanderfällt (mehr als sowieso schon), oder b) Es gibt keinen Sozialstaat, womit Grenzen überflüssig werden. Ich spreche mich klar für Option b) aus: Kein Staat, keine Grenzen.“ (Philipp A. Mende: Geschosse wider den Einheitsbrei. Tönisvorst: Juwelen, 2016, S. 85f.)
            Hier bin ich jetzt skeptisch, ob ohne Sozialstaat die Umvolkung nicht stattfinden würde…

          • 9

            Kann die Existenz eines staatlichen Systems Ihnen denn garantieren, dass die Umvolkung, wie auch immer Sie die definieren, nicht stattfindet? So weit ich das sehe sind nur die Steuern garantiert.

      • 10

        Nachtrag:
        Man muss sich einfach die Frage stellen: Welche Herrschaftsform ist die gerechteste? Und es ist nun einmal so, dass egal ob Monarchie, Aristokratie, parlamentarische Demokratie, direkte Demokratie usw. ALLE Herrschaftsformen Steuern durch Zwang eintreiben.
        Nun kann man urteilen, die Monarchie (mit einem „gütigen“ Monarchen) sei die gerechteste Herrschaftsform, weil sie etwa mit einer schlanken Verwaltung auskommt und die Bürokratie nicht ausufert, sodass sie weniger Zwangsabgaben benötigt (vielleicht sogar nur den berühmten „Zehnten“). Man kann nun beispielsweise aber auch zum Urteil kommen, die direkte Demokratie sei die gerechteste Herrschaftsform, weil die Bürger und nicht die Parteien (mit dem damit verbundenen Wähler- / Stimmenkauf zwecks Machtgewinn oder -erhalt) über die Verteilung der Zwangsabgaben entscheiden können. In der direkten Demokratie kann es dann aber z.B. auch vorkommen, dass drei Fiat-500-Fahrer auf einen Porsche-911-Fahrer neidisch sind und per Mehrheitsbeschluss bestimmen, dass der 911-Fahrer „gerechterweise“ mehr Zwangsabgaben entrichten muss als sie selber.
        Überhaupt kann es „gerechten Zwang“ doch gar nicht geben.
        Wie man es auch dreht und wendet: die Anarchokapitalisten haben mit ihrer herrschaftsfreien Gesellschaftsform einfach die besseren Argumente. Man kann ihnen letztendlich nur vorhalten, dass ihr Modell nicht praxistauglich sei und noch nie verwirklicht wurde.
        Und ich bin Minimalstaatler vielleicht nur aus dem Grund, weil ich mir für einige staatliche Kernaufgaben eine anarchokapitalistische Lösung nicht vorstellen kann. Man muss sich jedoch immer klarmachen, dass die „staatliche Lösung“ immer mit einschließt, dass Zwang angewendet werden muss, um das Geld dafür von den Bürgern zu bekommen.

        • 11

          Das stimmt auch. Damit kann ich mich anfreunden: den Staat auf seine ureigenen Aufgaben: Schutz des Staatsgebietes, Schutz des Staatsvolks. Schutz vor Kriminalität, unabhängige Justiz etc.
          Aber das ist eben etwas anderes was die Anarchisten seit 150 Jahren fordern.
          Anarchie schlägt früher oder später nach meiner festen Überzeugung immer in Diktatur über. Das ist eine extreme und wenig durchdachte Vorstellung, dass, wenn alle Regeln wegfielen der Markt oder irgendwelche selbstlosen Individuen für Ordnung sorgen würden. Welche Ordnung genau? Wenn keine Gesetze mehr da sind und auch die Bibel als grobe Orientierung verlacht wird? Du und ich sind doch halbwegs alt genug, um diese Experimente nicht mehr unbedingt erleben zu müssen. Anarchie ist immer das Gegenteil von Ordnung und mündet im Bürgerkrieg oder ist der Schlußpunkt dder Tragödie Bürgerkrieg. Und genau deshalb endet das zwingend in Diktatur.

        • 12

          Ich schreibe gerade Teil 1 meiner Reihe „Die anarchistische Alternative und ihre Umsetzung“. Was sind das für Aufgaben?

          • 13

            Siehe z.B. oben ;-)
            Oder nehmen Sie das Gewaltmonopol der Polizei: Wenn Sie das abschaffen, wer soll Sie verhaften dürfen, wenn Sie eine Straftat begangen haben? Wie wollen Sie hier private Sicherheitsdienste konkurrieren lassen, wer von denen Sie verhaften darf und wer nicht? Oder wollen Sie in Ihrer anarchokapitalistischen Gesellschaft doch einen Gewaltmonopolisten? Dann müssten Sie den Auftrag für diese „Dienstleistung“ ausschreiben – und ein privater Sicherheitsdienst bekommt dann den Zuschlag. Aber nach welchen Kriterien? Überhaupt konkurrieren die diversen Dienstleister natürlich untereinander. Nehmen wir einmal an, ein privater Dienstleister hatte einige Jahre den Auftrag zur Spurensicherung von Verbrechen, und hatte über diesen Zeitraum eine umfangreiche DNA-Datenbank angelegt. Nun wird der Auftrag neu ausgeschrieben und Ihre anarchokapitalistische Gesellschaft gibt einem anderen Dienstleister den Zuschlag. Der frühere Dienstleister wird dem Konkurrenten jedoch garantiert nicht freiwillig die über die Jahre hinweg angesammelte Verbrecher-DNA überlassen – und der neue Dienstleister darf mit dem Spurensammeln wieder von vorne anfangen, was garantiert nicht im Interesse Ihrer anarchokapitalistischen Gesellschaft nach schneller Verbrechensaufklärung liegt.
            Machen wir es kurz, rote_pille: die Privatisierung der Polizei in einer anarchokapitalistischen Gesellschaft würde meiner Meinung nach kläglich scheitern – insbesondere, was die Verbrechensbekämpfung betrifft.

          • 14
        • 15

          WzK und rP:
          Überlegt Euch doch mal, solange noch Zeit ist, wem der Kampf gegen die europäischen Nationalstaaten wirklich nützt.
          Nämlich dem Scheinstaat (ohne Volk) in Brüssel.
          Und die Luxemburger Richter, die über diesen Scheinstaat wachen sollen, sind überhaupt nicht legitimiert.
          Das hatte kein Geringerer als der frühere Bundespräsident Roman Herzog in einem Beitrag in der FAZ vom 8.9.2008 demaskiert. Das wurde von der politischen europäischen Klasse totgeschwiegen. Und deshalb wisst Ihr davon nichts.
          Euer Fehler ist, dass Ihr diese Baggage für „Nationalstaaten“ haltet.
          Das ist falsch! Wäre das Bundesverfassungsgericht wirklich unabhängig und souverän in seinen Entscheidungen, wären die Ergebnisse (die Ihr seht) nie beschlossen worden, weil das BVG dem EUGH längst die rote Karte gezeigt hätte. Und dann hättet Ihr weniger Argumente.
          Jedenfalls freut sich der Moloch in Brüssel über jede Schwäche der Nationalstaaten. Und in genau diese Kerbe haut Ihr und werdet so zu unfreiwilligen Steigbügelhaltern. Immerhin erkennt WzK, zum Gegensatz zu rote_Pille, dass ein Grenzschutz gewährleist sein muss. Dazu ist Blackwater oder andere Typen ungeeignet. Weil man nicht den Bock zum Gärtner machen sollte! Denn wer prüft denn die Gesinnung der „freiwilligen“ Wehrverbände die rote_Pille anscheinend meint? Wieder eine andere Firma?
          Also kontrolliert eine Firma die andere Firma? Wer entscheidet denn, ob es nicht umgekehrt sein müsste? Also die Firma die andere, oder doch wieder anders? Dazu hatte sich in den letzten Jahren die demokratische Willensbildung etabliert. Das ignoriert rote_Pille, lehnt demokratische Mehrheitsentscheidungen erwartungsgemäß ab und favorisiert etwas anderes.
          Was genau? Das werden wir bald hören, denn er arbeitet ja an einer Art Rechtfertigungstheorie. Hat er dazu die Erlaubnis seiner Vorgänger, die alle schon erschossen wurden? Als unser letzter Kaiser 1905 Marokko besuchte, demonstrierte ein kleines Häuflein Anarchisten beim Abschied am Hafen gegen die Monarchien. Der Sultan wollte die Typen zusammenschießen lassen, aber der Kaiser rettete die Situation und sagte sinngemäß: „lasst doch die harmlosen Spinner ihren Spaß haben“.
          Anstatt nun rote_Pille jedes Jahr rote Rosen in den Niederlanden auf Wilhelms Grab legt und dafür dankt, schaut er sich lieber US- amerikanische Serien im Fernsehen an. Nicht ahnend, das genau diese Serien in wenigen Jahren dem Vergessen anheim fallen werden!

        • 16

          @Der Weg zur Knechtschaft
          Zitat: „vielleicht sogar nur den berühmten Zehnten“
          Hans Hermann Hoppe hat sich ja auch schon mal dahingehend geäußert, dass die Monarchien weniger schlimm waren als die demokratischen Staaten. Viele Libertäre und Anarchokapitalisten haben das dann so übernommen.
          Ich sehe das anders. Wenn man bedenkt, dass unsere heutige Produktivität vermutlich Hundertfach höher liegt als im Mittelalter, war der Zehnte damals existenzbedrohender als unsere heutige 50% Staatsquote.
          Man kann die Ekelhaftigkeit der Systeme nicht Anhand der Staatsquote vergleichen, wenn man die Produktivität nicht berücksichtigt.

          Und noch etwas WzK, weil Sie anscheinend noch zum Minimalstaat neigen:
          Jeder demokratische Staat der Welt war einmal so was wie ein Minimalstaat. Können Sie mir einen einzigen nennen, der es heute noch ist?
          Können Sie mir einen Staat nennen der nicht die Tendenz aufweist, bis zum Äußersten zu wuchern?

          Zu der oben gestellten Frage, was man im Anarchokapitalismus gegen eine Masseninvasion unternehmen kann:
          Ganz einfach, man organisiert sich und verhindert sie. In einer freien Gesellschaft ist das auch viel leichter, weil dort quasi jeder Polizist und Soldat ist. In Deutschland hätten wir also 60 Millionen Erwachsene die wehrhaft sind. Jetzt haben wir ca. 200.000 Polizisten und etwa so viele Soldaten. Der Rest sind Untertanen die sich nicht mal die Schuhe binden können ohne vorher 10 Formulare ausgefüllt zu haben.
          Es gibt kein Problem der Welt, welches es nötig macht, erst mal alle Menschen zu untertänigen Sklaven zu degradieren. Diese Problemlösungsstrategie verschlimmert die Probleme eher noch. Wer das nicht glaubt, bitte ein mal die Realität ansehen.

          • 17

            @ AnCappuccino

            Zu den Minimalstaaten:
            Also mir fallen da einige kleine, friedliche Inselstaaten ein, deren Bürger sich weitgehend selber genügen und deren Regierungen auch keine großen Expansionspläne hegen. Sie finden diese Staaten am ehesten als STEUEROASEN auf der von Maximalstaaten erstellten „Schwarzen Liste“ der OECD.

            VWL-technisch meinten Sie oben wohl die Steuerquote und nicht die Staatsquote. Man kann nämlich die Staatsquote durchaus erhöhen und die Steuerquote dennoch senken. In dieser Hinsicht war der von etlichen Wirtschaftsliberalen immer noch sehr verehrte „Ronnie“ Reagan sehr umtriebig, weshalb ich ihn auch als total ambivalenten US-Präsidenten bezeichne: Einerseits betrieb er nämlich seine „Reaganomics“, senkte die Steuern und ging mit der Laffer-Kurve hausieren:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Laffer-Kurve
            „Spätestens dann (meistens schon vorher), wenn die fiskalkleptokratische Abzocke des Volkes zum Zweck des Stimmenkaufs (Machtgewinn oder Machterhalt) so weit getrieben wurde, daß der Steuerertrag nicht mehr steigt, sondern sinkt (Laffer-Kurve), greift die politische Kaste zum Mittel der Verschuldung.“
            http://forum.finanzen.net/forum/Staatsbankrott_und_Konkursverschleppung-t250965?page=0
            „Ronnie“ tat genau das jedoch aus einem anderen Grund: er hatte sich nämlich gleichzeitig auch in den Kopf gesetzt, partout und schnellstmöglich den Kommunismus zu eliminieren – und da zu jener Zeit gerade „Star Wars“ in den Kinos Hochkonjunktur hatte, begann er mit dem SDI-(„Star-Wars“)-Rüstungsprogramm, dem bis dato gigantischsten Aufrüstungsprogramm in der Geschichte der USA, um die Sowjetunion totzurüsten, was ihm letztendlich ja auch gelungen ist. Nur hätte ihm der amerikanische Steuerzahler gewaltig etwas gehustet, hätte er dafür die Steuern massiv erhöht. Also betrieb er die Absetzung Paul Volckers an der Spitze der Fed (der die Stagflation in en USA beendete, indem er die Prime Rate auf über 20% hinauf katapultierte und damit gleichzeitig den systemgefährlichen Anstieg des Gold- und Silberpreises stoppte) und setzte „Maestro“ Alan Greenspan als neuen Fed-Chef durch, der ihm das Geld für sein Rüstungsprogramm druckte – und damit zum ersten großen Falschgelddrucker wurde. Und das „Praktische“ daran für Reagan (und die Katastrophe für die übrige Welt): „dank“ dem Status des USD als WeltLEIDwährung konnte er die resultierende Dollar-Inflationierung in alle Welt exportieren.
            Die gigantischsten Mengen an Falschgeld wurden letztendlich nicht gedruckt, um Sozial- und Wohlfahrtsstaaten zu finanzieren, sondern Kriege und Rüstungsprogramme.
            Deshalb wiederhole ich es auch immer wieder: es gibt nur ein einziges höchst effektives Mittel, um zu verhindern, dass ein Minimalstaat zu einem Maximalstaat auswuchert: das Ende des betrügerischen Fiat-Money-Systems und die Rückkehr zu ehrlichem, gesundem, werthaltigem Geld:
            „Wer Leviathan zähmen will, muß ihm sein Mastfutter – das beliebig vermehrbare Papiergeld – entziehen.“ (Roland Baader)

          • 18

            @Der Weg zur Knechtschaft

            Schöne Geschichte. Kenne ich alles schon, aber trotzdem gut es für die Leser niederzuschreiben.

            Falls Sie glauben den Staat mit Hilfe eines anderen Geldes zähmen zu können, muss ich sie aber enttäuschen. Lesen sie was Frederic Bastiat vor 160 Jahren schon geschrieben hat:
            „Der STAAT ist die große Fiktion, nach der sich JEDERMANN bemüht, auf Kosten JEDERMANNS zu leben.“
            http://bastiat.de/bastiat/schriften/staat.html
            Da gab es noch kein Fiat-Money!

            Zu Zeiten als mehrheitlich mit Gold- und Silbermünzen bezahlt wurde, haben die Herrschaftssysteme königliche Münzprägeanstalten betrieben. Das Volk wurde dazu gezwungen diese Münzen anzunehmen. Letztes Jahr wurde in Baden-Württemberg ein Haufen römischer Münzen gefunden und diese hatten einen Silberanteil von ein paar Prozent (so 5% wenn ich mich recht erinnere). Historiker meinten dazu, dass eben diese kaiserlichen Münzpräger den Silberanteil sukzessive verringert hatten. Begonnen hatte die kaiserliche Währung mit über 90% Silber. Das war vor 2000 Jahren.
            Das Herrschaftssystem, also die gewalttätige kriminelle Bande, hat schon immer betrogen wie es ihr gefiel. Wer sollte sie schon daran hindern, schließlich glauben die ganzen Untertanen, wie z.B. KUNO ;), dass diese das legitime und moralische Recht dazu haben zu schalten und zu walten wie sie wollen. Wenn die Untertanen das in der Mehrheit nicht mehr glauben würden, dann wäre die Herrschaft vorbei und wir hätten Anarchokapitalismus.

            Zu den richtigen Steueroasen (also nicht die Schweiz):
            Die richtigen Steueroasen sind letztlich Eigentum der Herrschaftselite. Die Isle of Men ist Privateigentum der Königin. Also die Herrschaftselite raubt die Bürger aus und bringt das Diebesgut auf solche Inseln. Und Sie meinen jetzt man könnte mit Hilfe des Herrschaftssystems, also in Zusammenarbeit mit dieser Herrschaftselite, die Raubopfer, also den Steuersklaven, vor den Raubfeldzügen eben dieser Herrschaftselite schützen.
            Wenn Sie ständig von einem Straßenräuber ausgeraubt werden, würden Sie dann eben diesen Straßenräuber dafür engagieren Sie vor Raub zu beschützen?

          • 19

            @Der Weg zur Knechtschaft
            Nachtrag dazu:
            Zitat: „VWL-technisch meinten Sie oben wohl die Steuerquote und nicht die Staatsquote. Man kann nämlich die Staatsquote durchaus erhöhen und die Steuerquote dennoch senken.“

            Ich meine immer die Staatsquote. Dabei beziehe ich mich meist auf die offiziellen Zahlen, wobei mir durchaus bewusst ist, dass diese vermutlich geschönt sind und allerlei Dinge da nicht aufgeführt werden (wie Energiewende, GEZ, bürokratische Kosten in den Unternehmen etc.).
            Der berühmte „Zehnte“ war wohl Steuerquote. Aber da es damals keinen Sozialstaat gab, dürfte dieser Zehnte wohl ziemlich genau der damaligen Staatsquote entsprochen haben.

          • 20

            @Der Weg zur Knechtschaft

            Nochmal zum Minimalstaat:
            Mal ein paar Fragen, wobei ich Ihre Antworten gleich dazu schreibe. Also so wie ich mir vorstelle, dass Sie antworten würden. Sie können das ja berichtigen, falls Sie andere Antworten gegeben hätten:

            AnCap: Sie wollen also einen Minimalstaat?
            WzK: Ja.

            AnCap: Wären 10% Staatsquote in Ordnung?
            WzK: Ja, wäre super.

            AnCap: Wollen Sie außerdem einen totalen Überwachungs- und Polizeistaat?
            WzK: Nein, natürlich nicht!

            AnCap: Wie wollen Sie denn ohne totale Überwachung durch einen Polizeistaat kontrollieren, dass jemand auch wirklich 10% seines Einkommens Steuern bezahlt?
            WzK: ?????????

            Können sie die letzte Frage beantworten WzK? Auf diese Frage ist mir keine Antwort eingefallen. Ohne Überwachungs- und Polizeistaat könnte man ja irgendeinen Betrag zahlen und einfach behaupten, das wären 10% des Einkommens.
            Also um überhaupt feststellen zu können, dass Bürger XY 10% seines Einkommens bezahlt, müsste er schon ziemlich gut überwacht, kontrolliert und durchleuchtet werden. Also Auflösung des Bankgeheimnisses, Verhinderung von Steuerflucht mit Auslandskonten und Kontrolle über das Geldsystem helfen ungemein bei der Überwachung des Steuersklaven.

            Mein Fazit: Es gibt keinen Minimalstaat ohne totalen Polizei- und Überwachungsstaat.

          • 21

            Sie werden natürlich ohne totale Überwachung weder kontrollieren können, dass jemand 10%, noch 50%, noch 100% seines Einkommens Steuern bezahlt.
            Dennoch sind nicht alle Staaten, in denen Einkommenssteuer erhoben wird, Polizei- und Überwachungsstaaten.
            Nehmen wir die Liste der Flat-Tax-Staaten und schauen uns hier diejenigen mit einem Einkommenssteuersatz zwischen 10 und 20% an:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Flat_Tax
            Ich kenne nicht die politische Lage in jedem dieser Staaten und nehme mir daher als Hilfsmittel den Index of Economic Freedom der Heritage Foundation und das Freedom in the World-Ranking von Freedom House :
            https://en.wikipedia.org/wiki/Index_of_Economic_Freedom
            und
            https://en.wikipedia.org/wiki/Freedom_in_the_World
            – Albanien: 10%; geht wohl Richtung Polizei- und Überwachungsstaat
            – Bulgarien: 10%; naja
            – Hongkong: 16%; Platz 1 auf dem Economic-Freedom-Index
            – Kirgisistan: 10%; geht Richtung Polizei- und Überwachungsstaat
            – Litauen: 15%; meiner Meinung nach kein Polizei- und Überwachungsstaat
            – Mazedonien: 10%; naja
            – Mongolei: 10%; naja
            – Rumänien: 16%; meiner Meinung nach kein Polizei- und Überwachungsstaat (wenn auch total korrupt)
            – Russland: 13%; absolut freiheitlich (kleiner Scherz am Rande ;-) )
            – Serbien: 12%; naja
            – Tschechien: 15%; kein Polizei- und Überwachungsstaat
            – Ukraine: 15%; bald ein Failed State und komplett am Allerwertesten

            Mein Fazit: Ihr Fazit trifft meiner Meinung nach nicht zu.

          • 22

            Nachtrag:
            Sie können jetzt vielleicht entgegnen, nach diesen Indices wäre etwa der Super-Überwachungs- und Polizeistaat USA ja ebenfalls ein absoluter Hort der Freiheit. Okay, dann nehmen wir halt z.B. noch den Universal Human Rights Index des UNHCHR dazu:
            http://uhri.ohchr.org/en

          • 23

            @Der Weg zur Knechtschaft
            Zitat: „Dennoch sind nicht alle Staaten, in denen Einkommenssteuer erhoben wird, Polizei- und Überwachungsstaaten.“

            Gut, dann definiere ich mal unterschiedliche Ausprägungen eines Polizei-, Kontroll- und Überwachungsstaates:

            1. Totale Kontrolle schon während der Arbeit und dem restlichen Leben:
            Das wäre z.B. die totale Sklaverei oder Arbeitslager wie in den kommunistischen Ländern. Auch die komplette Beschlagnahmung der Arbeitsergebnisse durch das Herrschaftssystem, wie in allen sozialistischen Ländern, würde ich dazu zählen.

            2. Kontrolle bei Auszahlung nach der Arbeit:
            Kein Bankgeheimnis. Ungewöhnliche Kontobewegungen werden an den Staat gemeldet.

            3. Kontrolle nach Konsum:
            Wenn sich jemand plötzlich einen Porsche und Villa mit Pool leisten kann, kommen Schlägertrupps des Staates vorbei und verlangen einen Nachweis darüber wie der Verdächtige sich diesen Wohlstand plötzlich leisten konnte.

            4. Kontrolle über ein Monopol-Geldsystem:
            Der Herrschaftselite kann im Grunde egal sein, wie, wann und wo jemand seinen Wohlstand verdient hat, sie können die Waren und Dienstleistungen auf dem Markt einfach mit gedrucktem Geld aufkaufen. Sie müssen die Untertanen nur dazu zwingen (Gewaltandrohung durch Polizei) die gedruckten Scheine anzunehmen.

            5. Absurde Verbote und Pflichten mit hohen Strafen bei Vergehen:
            Darunter fallen Verbote wie Drogenhandel oder Konsum, Rauchverbot in Kneipen, Steuererklärungspflicht, Schulpflicht, Versicherungspflicht und viele Tausende mehr.

            Wenn nur einer dieser Punkte erfüllt ist, würde ich schon von Überwachungs-, Kontroll- und Polizeistaat reden. In den meisten Ländern gibt es wohl eine Mischung aus den Punkten 2 bis 5. Länder, in denen die Variante 4 sehr stark ausgereizt wird, haben eine Währung mit sehr hoher Inflation (z.B. früher Griechenland, Italien. Heute z.B. Venezuela und viele andere).

            Und natürlich wird das nicht besser bei 50% oder 100% Staatsquote. Aber wenn Sie einen Minimalstaat bestellen, bekommen Sie automatisch den Polizeistaat mit dazu geliefert. Da führt kein Weg dran vorbei.
            Nach diesen Kriterien können Sie Ihre Liste komplett durchstreichen.

            weiter im nächsten Kommentar…

          • 24

            Zu Ihrer Liste vermeintlicher Minimalstaaten:
            Die Liste nach BIP/Kopf sortiert.

            Land / BIP pro Einwohner und Jahr
            Hongkong 34.049$
            Tschechien 24.846$

            Russland 14.819$
            Litauen 13.075$

            Rumänien 8.873$
            Bulgarien 7.328$
            Serbien 5.902$
            Mazedonien 4.931$
            Albanien 4.900$
            Mongolei 3.996$
            Ukraine 3.929
            Kirgisistan 1.300$

            Also bis auf Hongkong und Tschechien alles Länder mit niedrigem Pro-Kopf-BIP. Russland und Litauen würde ich hier mal als Schwellenländer bezeichnen.
            Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, wäre es unseriös ein Land nur nach Höhe der Staatsquote zu beurteilen, wenn man die Produktivität außen vor lässt. Einem Untertan mit niedriger Produktivität, der 90% seiner Produktion selber zum überleben benötigt, können Sie nicht mehr als 10% rauben, weil der sonst stirbt. In diesem Falle wären 10% also die maximale mögliche Steuerbelastung. Es wäre also ziemlich absurd in so einem Fall von einem Minimalstaat zu reden.

            Zu Tschechien, Russland und Litauen:
            Die Anhebung der Staatsquote kommt ja meistens Zeitversetzt nach dem wirtschaftlichen Aufstieg. Also abwarten und beobachten wie sich diese Länder entwickeln. Bis jetzt wurde die Belastung der Steuersklaven noch in jedem Land der Welt früher oder später auf das maximal Mögliche angehoben.
            Soweit ich Sie verstanden habe ist in Ihrer Liste die Zahl hinter dem Land die Steuerquote. Wie wir beide ja schon festgestellt haben neigen Staaten dazu mit Begriffstricksereien ihre Machenschaften zu verschleiern. Bei uns in Deutschland zählt ja z.B. der komplette Sozialstaat nicht zur Steuerquote. Also hier hilft nur genau und kritisch hinschauen.

            Zu Ihren Kommentaren hinter den Ländern:
            Kommentar bei Rumänien: „meiner Meinung nach kein Polizei- und Überwachungsstaat (wenn auch total korrupt)“
            Am Ende des Tages ist Korruption nichts anderes als versteckte Staatsquote. Hier werden mit Hilfe des Gewaltmonopols des Staates alle möglichen Betrügereien durchgeführt. Kein Polizeistaat aber total korrupt ist ein Widerspruch in sich. Was haben Sie davon, wenn Sie zwar offiziell nur 10% Steuern zahlen müssen, aber weitere 20% Ihres Einkommens dafür benötigen alle möglichen Beamte zu bestechen, damit der Polizeistaat Ihnen Ihr Leben nicht zerstört? Und diese Verhältnisse herrschen so ziemlich in allen Balkanstaaten und auch in den meisten Ostblockstaaten.
            Kommentar bei Russland: Über den Witz werde ich vorrausichtlich noch bis Montag früh lachen :)

            weiter im nächsten Kommentar…

          • 25

            Zu den sogenannten Sonderwirtschaftszonen wie Hongkong oder Singapur:
            Diese Gebilde beobachte ich kritisch und bin skeptisch. Meiner Meinung nach sind das, so wie die Isle of Man, Spielwiesen der Herrschaftseliten. Ohne das dazugehörige Herrschaftssystem, China (Hongkong), Malaysia und/oder Indonesien (Singapur), Isle of Man (Großbritannien), würde es diese „Oasen“ nicht geben. Wobei Hongkong und auch Singapur mal britische Kolonien waren. Vielleicht steckt überall die Königen dahinter ;)
            Es sind im Großen und Ganzen aber eben nur Oasen für die Eliten und ein paar wenigen Glücklichen die zum arbeiten rein gelassen werden. Ich versuche mal zu beschreiben, was da meiner Meinung nach dahinter stecken könnte.
            In dem großen Herrschaftsgebiet bekommen die ausführenden Beamte strickte Anweisungen wie das gemeine Volk schön klein und untertänig gehalten werden soll. Wie wir ja alle wissen handeln Beamte absolut stur und strickt nach Anweisungen. Daraus ergibt sich aber auch eine Einschränkung der Handlungsmöglichkeiten der Herrschaftselite selbst. Also diese Elite wird durch ihre eigenen Anweisungen selbst eingeschränkt. Das umgehen diese einfach dadurch indem den Beamten erzählt wird, in diesen Sonderwirtschaftszonen haben sie keinerlei Befugnisse. Also kurz und knapp, die Elite entgeht so ihren eigenen Vorschriften.
            Ist nur mal so ein Gedanke. Ich hege jedenfalls starke Zweifel daran diese Sonderwirtschaftszonen als so etwas wie echte Minimalstaaten bezeichnen zu können. Die Verstrickungen mit den Eliten der dazugehörigen Herrschaftsgebiete ist einfach zu offensichtlich.

            Mein Fazit zu Ihrem Fazit: Ich störe Sie ja nur ungern in Ihren Träumen, aber irgendwann sollte man vielleicht doch einfach der Realität in die Augen blicken und zumindest versuchen etwas Grundlegendes zu ändern.

          • 26

            @ AnCappuccino

            Es würde mich persönlich sehr interessieren, wem diese Steueroase innerhalb Griechenlands (und damit innerhalb der EU), steuer- und zollrechtlich jedoch außerhalb, tatsächlich gehört:
            http://www.politaia.org/korrution/die-orthodoxe-monchsrepublik-athos-das-legale-steuerparadies-fur-die-superreichen/
            Wirklich den Mönchen? Oder hält die Herrschaftselite auch hier die Hand drüber? Angeblich waren etwa auch Bush senior und Putin bereits Kunden der Mönche.
            Sie haben schon Recht: Was die Fiskalkleptokratie betrifft, ist auch Deutschland längst ein Polizei- und Überwachungsstaat (obgleich auf diesen Indices ja im „freiheitlichen Bereich“ eingeordnet). Wir haben etwa eine Finanz-Gestapo (Steuerschnüffler, Betriebsprüfer usw. des Fiskus) und eine schwerbewaffnete Sturm-Staffel des Zolls zur Kontrolle des Mindestlohns.
            Und darüber hinaus auch einen Un-Rechtsstaat, wenn man hier die Judikative mitbetrachtet: bei Prozessen zwischen Fiskus und Steuerbürger gewinnt in der überwältigenden Zahl der Fälle natürlich die Finanzbehörde (ich finde im Moment nicht die genauen Zahlen):
            „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande.“ (Augustinus von Hippo)
            Okay, dennoch kann ich mir für einige staatliche Kernaufgaben keine geeignete anarchokapitalistische Lösung vorstellen (mal sehen, wie es sich verhält, wenn rote_pille mit seiner Umsetzung der anarchistischen Alternative fertig ist).

            „Wenn die Untertanen das in der Mehrheit nicht mehr glauben würden, dann wäre die Herrschaft vorbei und wir hätten Anarchokapitalismus.“
            Wenn Sie nun den Staat (bzw. den Glauben an die Notwendigkeit, beherrscht zu werden) aus den Köpfen der Menschen weg nehmen, behalten diese meiner Meinung nach dennoch ihre Gesinnung weiter oder etwa auch ihren religiösen Glauben (und gerade, was die Muslime betrifft, müssten diese sowohl Staat als auch Religion aus ihren Köpfen verbannen, da untrennbar miteinander verbunden).
            „Zu der oben gestellten Frage, was man im Anarchokapitalismus gegen eine Masseninvasion unternehmen kann:
            Ganz einfach, man organisiert sich und verhindert sie. In einer freien Gesellschaft ist das auch viel leichter, weil dort quasi jeder Polizist und Soldat ist. In Deutschland hätten wir also 60 Millionen Erwachsene die wehrhaft sind. Jetzt haben wir ca. 200.000 Polizisten und etwa so viele Soldaten.“
            Das glaube ich daher auch nicht. Wir hätten Bürgerkrieg, da die zahlreichen anders gesinnten Deutschen, die die Masseninvasion begrüßen, sich ebenfalls bewaffnen würden.

            Hilft es jedoch INDIVIDUELL weiter, sich im Kopf die wunderschönste anarchokapitalistische Gesellschaft auszudenken, wenn man REALISTISCHERWEISE gleichzeitig erkennt, dass sich die Gesellschaft in die ganz andere Richtung entwickelt, nämlich Richtung totalitaristischer Staat? Ihnen hilft es vielleicht weiter, für mich ist es jedoch weitaus wichtiger zu lernen, wie ich meine innere Freiheit bewahren kann in einer Gesellschaft, die nun einmal leider nicht freier, sondern immer unfreier wird…

          • 27

            Es gäbe in der Anarchie wahrscheinlich nicht viel Multikulti. Ohne Staat eskalieren ethnische Konflikte ziemlich schnell. Die würden gar nicht hierherkommen wollen, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen.

          • 28

            @Der Weg zur Knechtschaft
            Zitat: „Das glaube ich daher auch nicht. Wir hätten Bürgerkrieg, da die zahlreichen anders gesinnten Deutschen, die die Masseninvasion begrüßen, sich ebenfalls bewaffnen würden.“

            Erst mal würde ich tippen, dass es diese anders Gesinnten nur deshalb gibt, weil sie seit Jahrzehnten staatlich organisiert gehirngewaschen werden. Normal ist das jedenfalls nicht eine Horde von 20 bis 30 jährigen Männern am Bahnhof mit Teddy Bären zu begrüßen. Das ist eigentlich vollkommen bekloppt.
            Irgendwo habe ich mal ein schönes Zitat gelesen, weiß leider nicht mehr von wem und wo: „Wenn 5 Fremde in ein kleines Dorf kommen sind alle neugierig und laden diese vielleicht sogar zum Essen ein und wollen wissen was die Fremden so zu erzählen haben. Wenn 50 Leute in ein Dorf kommen werden die Bewohner skeptisch und fangen an zu murren. Wenn 500 in das Dorf kommen, werden die Messer gewetzt.“
            Ich denke das ist eher natürlich.

            Außerdem muss man auch bedenken, dass unsere ganzen gehirngewaschenen BRD-Untertanen dem Wahnsinn verfallen sind zu glauben, Dinge die der Staat bezahlt würde sie nichts kosten. Die ganzen Bahnhofstklatscher hätten in einer freien Welt natürlich die Möglichkeit die Männerhorden auf eigene Kosten zu verpflegen.
            Ich wage die Prognose zu stellen, dass dann auch bei denen ganz schnell die übermütige Hilfsbereitschaft versiegt. Ach was heißt hier „wagen“. Ich würde sofort 1000 Euro mit Ihnen wetten, dass der Spuk dann ziemlich schnell vorbei wäre. Bzw. der Spuk hätte gar nicht erst begonnen.

            Dieser ganze Irrsinn, der bei uns und im Rest der Welt abläuft, ist nur mit dem Irrsinn eines Herrschaftssystems und den ganzen gläubigen Untertanen möglich. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, dass irgendein Problem schlechter gelöst werden könnte, wenn die Menschen frei sind. Ganz im Gegenteil.

            Zitat: „Hilft es jedoch INDIVIDUELL weiter, sich im Kopf die wunderschönste anarchokapitalistische Gesellschaft auszudenken, wenn man REALISTISCHERWEISE gleichzeitig erkennt, dass sich die Gesellschaft in die ganz andere Richtung entwickelt, nämlich Richtung totalitaristischer Staat?“

            Ja, die Gesellschaft bewegt sich genau in die andere Richtung. Nämlich in Richtung immer weniger Freiheit. Das ist eben der Gang der Dinge, wenn sich erst mal ein Herrschaftssystem etabliert hat. Früher oder später ist bis jetzt noch immer aus jedem Minimalstaat die totale Tyrannei geworden.
            Der Schlüssel, um den ganzen Schlamassel zu beenden, ist das Weltbild in den Köpfen der Menschen zu ändern. Das ist genau das, was die freiheitlich Aufklärung tut. Oder zumindest versucht. Das geht nicht von heute auf morgen. Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf, dass es ab einem bestimmten Punkt auch plötzlich ganz schnell gehen kann.
            Vor 10 Jahren gab es vielleicht ein paar Dutzend Ancaps oder Libertäre in Deutschland. Heute sind es bestimmt schon zwischen 10.000 und 20.000. Das kann sich plötzlich exponentiell ausbreiten. Außerdem ist es schon unzählige Male in der Geschichte der Menschheit vorgekommen, dass sich innerhalb von nur einer Generation, vielleicht auch 2, das Weltbild der Menschen radikal geändert hat. Also prinzipiell geht das.

            Aber realistischer Weise mach ich mir auch nichts vor. Also ich sehe mich nicht als ein Träumer. Wenn die Aufklärung nicht voran geht, dann bekomme ich meine Freiheit, die mir der Staat gestohlen hat, nicht zurück. Ist leider so.

  2. 30

    Ich habe durch einseitige Willenserklärung und konkludenten Vertrag meinen „Personenstatus“ aufgekündigt. Damit bin ich frei. Das die Treuhand trotzdem Gewalt an mir als Mensch ausübt ist eine andere Sache. Aber das hat dann nichts mehr mit Recht zu tun.
    Um Unklarheiten auszuräumen. Ich zahle gerne und freiwillig für Leistungen die ich beanspruche, wie Wasser, Strom, Abfallentsorgung, Waren und Dienstleistungen die ich brauchen kannt etc. Aber eben nur freiwillig und mit Verträgen die ich selbst eingehe.

    • 31

      Der Grund dafür, dass Sie Steuern zahlen, ist Ihrer Meinung nach der Rechtsstatus, aber das Recht wird ignoriert, damit Sie weiterhin bezahlen müssen? Ich nenne so etwas „etatistische Logik“.

  3. 32

    Nun, wenn es sich um einen Vertrag handelt, kann man den ja auch wieder kündigen.

    Da der Mensch in Wirklichkeit eben sowohl über der Person, wie auch dem Staat steht, weil nur er eine eigene Wirklichkeit hat, und sowohl Person wie auch Staat ihre Wirklichkeit nur durch den Mensch bekommen haben kann, kann man als Mensch, sein Mensch sein, auch wieder über die Person stellen.

    Beste Grüße

  4. 33

    @ rote_pille
    Der Grund dürfte darin liegen, dass für über 90% der Länder weltweit keine Staatlichkeit besteht und genau wie in der BRD nach Handelsrecht verfahren wird. Außerdem wird ja von den [Menschen] Männern und Weibern in der BRD eine angemessene Steuererhebung und sinnvolle Verwendung der Steuern nicht ausgeschlossen.

    • 34
    • 35

      Ok, ich stelle gar nicht die Frage, warum in den verbliebenen 10% gezahlt wird. Aber was ist mit der Vergangenheit, in der dieses staatliche Recht meinem Wissensstand nach existiert hat? Warum haben die Menschen damals Steuern gezahlt?

      • 36

        Im 2. Deutschen Reich gab/gibt es ein Staatsrecht. Seit 1918 ist das 2. DR nicht mehr handlungsfähig (siehe BVG 1973+ Bundestag 2015). Zur Zeiten vor 1918 lag der Steuersatz im 2. DR zwischen 0 und 15% verbunden mit hohen Freibeträgen. Es gab keine Mehrwertsteuer und all die vielen anderen Steuerarten die uns heute das Leben schwer machen. Dabei war die wirtschaftliche Stärke des 2. DR wegen minimaler Einflüsse der Politik zumindest in Europa beispielhaft.

        • 37

          Ich habe nicht nach dem Steuersatz gefragt, sondern warum die Menschen damals, wo es noch keine „BRD GmbH“ gab, Steuern bezahlt haben.

        • 38

          Was ist denn das „2.DR“ ?
          Man wird ja noch fragen dürfen.
          Da die NSDAP die Machtergreifung im Januar 1933 sowohl als „Machtergreifung“
          titulierte, wie auch das daraus entstandene 3. Reich genauso selbst bezeichnete, sehe ich keinen Grund für späte Nachgeborene alles besser wissen zu wollen wie die Originale.
          Und zu rote_Pille: Steuern werden in den wenigsten staatlichen Ordnungen dieser Welt freiwillig gezahlt. Eine oder zwei Schweizer Kantone, die ohnehin „paradiesische Steuersätze“ haben, hatten vor Jahren den Grundsatz der Freiwilligkeit der Steuerzahlung eingeführt. Das hat sich aus naheliegenden Gründen nicht bewährt. Jetzt gilt, wie überall auf der Welt, wieder der Zwang. Wer das nicht will, sollte auswandern. Es gibt genug rechtsfreie Räume auf der Welt. Es ist auch albern über extrem niedrige Steuern zu fabulieren in einem Staat, der mit Billionen in der Kreide steht und demnächst mit drastischen Steuererhöhungen antworten wird.
          Am meisten bringt die MwSt. Ob nun 22% oder gleich 25%, wie in Schweden, kann ich nicht sagen. Aber die Zeiten des Luxus- und Lotterlebens sind bald vorbei. Das deutsche Pack wird gleich doppelt in die Zange genommen: von der gelernten Bolschewikin und ihren terroristischen Freunden auf der einen Seite und drastischen Steuererhöhungen auf der anderen Seite.
          Wir hatten früher schon Steuererhöhungen, alles nichts Neues. Ich kenne noch den MwSt. Satz von 9 %!
          Aber das, was sich jetzt ankündigt, wird alles bisher dagewesene in den Schatten stellen!

          • 39

            Ich rekapituliere: Steuern werden zwangsweise gezahlt. Ob im Handelsrecht oder im Staatsrecht. Wenn wir diese Erkenntnis akzeptieren, nicht die Steuern, sondern nur die Tatsache, dass sie unter Zwang gezahlt werden, unabhängig davon in welchem Rechtskreis wir uns befinden, warum soll dann das Handelsrecht unser größtes Problem oder überhaupt ein Problem sein?

  5. 40

    Das ist der lausigste Artikel, den ich bisher hier gelesen habe. Ich habe davon zwar schon gehört, aber auch jetzt bin der Sache keinen Deut näher gekommen. Für mich ist hier so gut wie nichts nachvollziehbar, auch liegt der Enteignungssatz (noch) nicht bei 90 %, sondern bei ca. 75 % (beim unselbständigen Durchschnittsverdiener).

    Ich erkenne hier nur eine sehr spezielle Lesart bestimmter juristischer Texte und Termini. Aber ich schliesse nicht aus, dass der Autor zumindest im wesentlichen Recht hat. Er sollte es halt um Lichtjahre besser darlegen, gern auch mit Literaturverweisen.

  6. 41

    @Rote Pille
    Die Menschen in anderen Ländern zahlen genau aus dem gleichen Grund Steuern wie wir, denn diese Masche wird fast überall durchgezogen. Es ist kein rein deutsches Phänomen. Das Treuhandverhältnis ist auch der Grund warum Steuerhinterziehung härter bestraft wird als Kindesmissbrauch. Kinder sind für die nur (Personen) Sachen. Hier haben wir es deshalb mit Sachbeschädigung zu tun. Treuhandvergehen hingegen sind in System echte Straftaten. Das ist einfach nur krank.
    Steuern dienen auch nicht wirklich zur „Staatsfinanzierung“. Man kann dies eher unter den Bereich Spenden an „Bedürftige“ verorten. Ganz vorn in der Liste der „Spendenempfänger“ ist übrigens ein heiliges Sitzmöbel in der italienischen Hauptstadt.

    • 42
      • 43

        Ob es jemals wieder ein Staatsrecht geben wird, kann ich nicht beantworten. Derzeit habe ich da meine Zweifel. Die Steuersätze wären dann aber vermutlich wie früher. Das haben klassisch Liberale wie Roland Baader schon gut erklärt. Mein Favorit wäre ein Minimalstaat mit max. 10% Steuern und Abgaben. Dies unter der derzeitigen Denke der Menschen in Deutschland umzusetzen, halte ich hingegen für absolut illusorisch.

  7. 47

    Da die Staatsquote am BSP immer weiter gestiegen ist, deshalb ist auch die Steuerquote gestiegen. Steuerzahlungen sind per se nicht falsch.
    Die Typen, die uns zu Diensten sind (oder sein sollen) müssen schlielich bezahlt werden. Das Problem ist nur, dass sich dieser Vorgang in den Jahrzehnten nach dem letzten Weltkrieg verselbständigt hat.
    Diese Steuerquote in Deutschland ist seit der letzten Umsatzsteuer Erhöhung auf über 40 % gestiegen.
    Zum Vergleich: in Deutschland des Jahres 1938 lag die Steuerquote laut den Angaben von Liaquat Ahamed („die Herren des Geldes“) bei 17,5 %.
    Diese niedrige Quote erklärt sich auch daraus, weil zu damaliger Zeit eine Mehrwert Steuer nicht erhoben, bzw. unbekannt war. Trotzdem konnten Einnahmen zu Ausgaben im Großen und Ganzen ausgeglichen.
    Allerding, das darf man nicht vergessen, war Deutschland 1938 zwar der sozialste Staat der Welt (Rechtsanspruch auf 12 Urlaubstage und volle Krankenversicherung, Rentenversicherung etc!) aber viele individuellen Belastungen wurden eben individuell geleistet. Der Staat von damals mischte sich (abgesehen von der Politik) weniger ins Leben der Bürger ein.
    Genau das ist heute anders. Allein die „Pflegeversicherung“ wäre vor 50 Jahren und zu Hitlers Zeiten genauso unverständlich wie heute noch in den USA und Australien. Die Lohnabgängigen in den USA haben heute genau den gesetzlichen Urlaubsanspruch von 12 Tagen, die im Deutschen Reich von Hitler realisiert wurden.

  8. 48

    Wenn ich das hier Alles einigermaßen „richtig“ verstehe,
    Herr Breunig,
    dann ist dieses ganze Prozedere doch von Anfang an,
    also,
    vom allerersten Moment der hintertückischen Einflussnahme an
    kriminell/ungültig.

    „Der Name einer Person unterliegt dem Recht des Staates, dem diese Person angehört.“
    Dann sollte auch der Staat die Verantwortung tragen!!!

    Wenn ein „Staat“ sein Staatsvolk betrügt,
    dann kann es kein wahrer Staat sein,
    denn der nährt und stützt sein Volk.

    Wenn der Staat gar kein Staat ist,
    sondern eine Firma oder sonstwas,
    auch dann ist Alles von Anfang an ungültig,
    da unter der scheinheiligen Vorspiegelung des „Staates“
    ebenso Heimtücke betrieben wurde.

    Hinterlist, Heimtücke, …
    denn wenn es rechtsgültig wäre,
    dann müsste JEDE Person von der ersten bis zur 10. Klasse in der Schule „Rechts- und Gesetzeskunde“ als Oberhauptfach haben,
    im Kindergarten, in der Vorschule und im ersten Schuljahr überhaupt nur dieses Fach, damit die Kinder schon Juristen sind, bevor sie das 7. Lebensjahr erreicht haben,
    an dem sie sich lebend melden müssen, …

    UND, egal was sich da irgendjemand ausdenkt,
    – die Würde des Menschen ist unantastbar
    doch solche Kuddelmuddelichlegdichreichverträge, … untergraben
    Alles an Würde was einen echten Menschen ausmacht.
    JEDER, der wem auch immer,
    allein nur einen solchen Vertrag vorlegt,
    gehört angezeigt und hinter schwedische Gardinen.

    Ja, ich bin sicher naiv und blond und blauäugig,
    doch um das hier aufzulösen,
    muss man an den Beginn der Betrügereien gehen,
    da es um Taufe und Geburts-Urkunde geht,
    wahrscheinlich hier.

    • 49

      Nein, Maria. Diese Abklärung der Gültigkeit ist ubeachtlich.
      Denn über der Bundesregierung sitzen Leute, die genau derselben Meinung ist wie diese!
      Und nur diese könnte „Hinterlist oder Heimtücke“ feststellen.
      Wir hier aber haben garnichts festzustellen.
      Denn wir sind das Pack, wie Gabriel das bereits klar gemacht hatte.
      Unsere Steuern nutzen zum erheblichen Teil unseren Gegnern und das hat einzig und allein mit dem verlorenen Krieg zu tun.
      Der deutsche Staat hatte am 9.5.1945 rechtsgültig aufgehört zu existieren, bestätigt durch Generäle und Vertreter der Reichsregierung.
      Alle anderen Regierungen auf deutschem Boden standen und stehen unter dem Vorbehaltsrecht der westlichen Siegermächte. Eigentlich auch der des Rechtsnachfolgers der Sowjetunion, nämlich Russland. Das dies aber nicht geschieht, beweist die absolute Hörigkeit von Merkel & Co. gegenüber den USA.

      • 50

        @KUNO
        Zitat: „Unsere Steuern nutzen zum erheblichen Teil unseren Gegnern und das hat einzig und allein mit dem verlorenen Krieg zu tun.
        Der deutsche Staat hatte am 9.5.1945 rechtsgültig aufgehört zu existieren, bestätigt durch Generäle und Vertreter der Reichsregierung.“

        Das kann so nicht stimmen. Wenn es am verlorenen Krieg liegen würde, dann hätten die Bürger der Sieger-Staaten diese Probleme ja nicht. Dem ist aber nicht so. Alle anderen Länder der Welt haben die gleichen Probleme. Ausufernde Steuern, Bürokratie, Staatsverschuldung, Überwachung, Regulierungswahn und Verbote.
        Nein, nein lieber KUNO. Es liegt einzig und allein an diesem albernen Aberglauben, dass jemand oder eine Institution mehr Rechte hat als ein „normaler“ Mensch. Also an Ihrem geliebten Staat. Ich vergaß, Sie träumen ja noch davon man bräuchte nur die schlechte Regierung durch eine gute ersetzen. Blöd nur, dass es in der Menschheitsgeschichte noch nie eine gute Regierung gegeben hat.
        Geht ja auch nicht. Was soll an einem Sklaventreiber schon gut sein?

        • 51

          @ AnCapuccino

          Doch. Unsere Steuern werden zur Umvolkung missbraucht.
          Schaue er sich doch die Details an. Wir zahlen ein Mehrfaches für die von anderer Stelle ins Werk gesetzte Umvolkung, wie der Rest Europas.
          Nur die Schweden sind noch so dumm und in Österreich findet gerade ein Umdenken statt. Alle anderen Staaten machen die Grenzen dicht. Aber nicht wegen mangelnder Humanität den Fluchtwilligen gegenüber, sondern weil an die Milliardenkosten gedacht wird. Und dann ist es so, wie zuletzt Bruno Bandulet vorgerechnet hat, dass die Stationierungskosten der US Truppen auch vom vereinten Deutschland weitgehend allein bezahlt werden.
          Zwar sind die USA kein Gegner und ich denke, dass sich niemand diesen Staat als Gegner aussuchen sollte, aber ein Freund sicher auch nicht.
          Deutschland ist nachwievor kein souveräner Staat und unter Merkel hat die Bundesregierung noch weniger Spielraum, wie unter Schmidt oder Kohl.
          Und deshalb fließen erhebliche Teile unserer Steuern in andere Kanäle, wie das bei einem souveränen Staat der Fall wäre.

          • 52

            Um zu glauben, die Welt werde ein besserer Ort, wenn die dominierende Supermacht nicht mehr die USA, sondern Rotchina – oder noch schlimmer Rußland – ist, muss man wirklich dem völligen Wahnsinn verfallen sein. Dieser Tage gibt es die ersten Meldungen, dass die USA zum ersten Mal seit 142 Jahren nicht mehr die größte Volkswirtschaft der Welt seien.

            Zu glauben, ein pluralistischer demokratischer Staat mit Marktwirtschaft, Meinungsfreiheit, individueller Freiheit und Menschenrechten solle besser durch einen Einparteienstaat mit Totalüberwachung, ohne Menschenrechte, ohne Meinungsfreiheit, mit Arbeitslagern und kommunistischer Partei ersetzt werden, kann nur mit völliger geistiger Umnachtung erklärt werden.

            Bei aller berechtigter Kritik an den USA, wie kann man ernsthaft eine blutrünstige Diktatur vorziehen, in der eine solche Debatte bereits mit einem Besuch durch die Geheimpolizei und folgender Verhaftung beantwortet werden würde?

            Im gleichen Maße gilt dies natürlich auch im Bezug auf Europa und Russland. Wie kann man ernsthaft glauben, Europa werde besser, wenn eine Despotie mit eingeschränkten Menschenrechten, ohne Pressefreiheit, eingeschränkter Meinungsfreiheit, Überwachung und Morden an Dissidenten in Europa dominiert?

          • 53

            Zitat: „Wir zahlen ein Mehrfaches für die von anderer Stelle ins Werk gesetzte Umvolkung, wie der Rest Europas.“

            Und wie sieht es in Frankreich aus mit seinen Banlieues? Und wie in Großbritannien? Beides sind Sieger-Staaten.
            Über einen mittelfristigen Zeitraum betrachtet, nicht nur das letzte Jahr, sind also die gleichen Phänomene in Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien, Dänemark, Schweden, England und vielen mehr zu beobachten.

            Aber davon abgesehen. Unsere Steuern werden für alles mögliche missbraucht. Und der Rest wird ineffizient verschleudert. Z.B. Flughafen Berlin, Philharmonie, S21, Brücken ohne Auf und Abfahrt in der Landschaft, Aussichtstürme neben Autobahnen, Logos für Ämter für 100.000-de Euros usw. (endlose Liste siehe Bund der Steuerzahler).

            Wie sieht es in der Weltmacht und Sieger-Staat USA aus?
            Staatsquote 1990 ca. 30%, zuletzt in der Spitze 43%.
            Verschuldungsgrad 2006 63%, 10 Jahre später 107%.
            Ansonsten mittlerweile Totalüberwachung der Bevölkerung, drakonische Gefängnisstrafen für Dinge bei denen es keine Opfer gibt, z.B. Gras rauchen, kaufen, verkaufen. Zwangsfestlegung von Preisen wie Mindestlohn, zwangsstaatliche Krankenversicherung und die Polizei führt sich in der Öffentlichkeit so auf, wie man es eben von einem Polizeistaat erwartet.

            Seitdem es den sogenannten modernen demokratischen Rechtsstaat gibt, gab es weltweit bestimmt ein paar Hundert Regierungen. Können Sie mir bitte eine gute nennen?
            (Und bitte beachten Sie: Damit dieses System stabil funktioniert und nicht auf einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kollaps hinausläuft, sollten schon wenigstens 70% bis 80% der Regierungen „gut“ gewesen sein. Außerdem sollte eine „gute Regierung“ das System nachhaltig stabil bekommen haben)

  9. 54

    @ Gerhard Breunig

    …“da ist immer von Personen die Rede. Sie können Menschen im System nicht erkennen. Menschen kommen im System nicht vor, weil sie zwangsläufig immer über dem System stehen müssen“.

    Richtig, das hatte ich bereits in meinem Essay über das fiktive Gespräch der Merkel mit Obama benannt.
    Aber das, was Euch allen hier, jetzt und heute auffallen muss ist doch, dass
    bei den eindringenden Fluchtsuchenden immer von „Menschen“ die Rede ist.
    Ja, was denn sonst?! Selbstverständlich kommen keine Krokodile angewackelt, um hier Schutz in deutschen Zoo’s vor den Verfolgungen in Afrika durch Schwarze zu finden. Aber warum immer, ich wiederhole: immer!, diese Begrifflichkeit? Sonst ist doch weniger von „unseren Menschen“ in unseren Städten die Rede. Da werden die Opfer der Massenvergewaltigungen kaum noch benannt und es wird gelogen, als ob diese „Vorkommnisse“ durch diese Menschen nur in Köln passiert wäre. Nein! Es passierte in Hamburg, in München und in Frankfurt genauso wie in Köln. Aber die Lügenpresse redet auch vom „Grapschen“. Das aber ist die Sache der Gerichte und die Sache der Opfer dieses zu benennen. Aber die Merkelsche Systempresse ist in ihrer eigenen Orwellschen Sprechweise befangen und findet nicht mehr hinaus.
    Nach meiner Einschätzung sind jedoch 10 % der Presseerzeugnisse nicht in diesem Realitätsverlust befangen. Wer nichts anderes konsumiert, kommt aus dem Staunen nicht heraus.

  10. 55
  11. 56

    @ Kuno: Menschen sind die Flüchtlinge bis zur Registrierung. Danach sind es nämlich Personen. Maria hat die Zusammenhänge eigentlich sehr gut dargestellt. Das Personal deutsch befindet sich zudem in einem maximal verminderten Rechtsstatus (capitis deminutio maxima). Wir haben Sklavenstatus und werden als juristische Person (Sachen) betrachtet). Kindesmissbrauch ist in diesem Status als Sachbeschädigung zu werten. Genau so geht es der Oma, der man wegen 10 Euro auf die Mütze haut. Sachbeschädigung. Dagegen sind Steuerdelikte ein verstoß gegen das Treuhandrecht, was automatisch zu strengen Strafen führt. Ich konnte die komplexen Zusammenhänge leider nur kurz und in simpler Darstellung anreißen, sonst wäre wahrscheinlich ein Buch daraus geworden. Ich möchte, dass sich möglichst viele Menschen mit den Hintergründen befassen. Es sind hier schon Taufe und Geburtsurkunde gefallen. Das sind Wegweiser, die man verfolgen sollte. Es geht hier schlicht um die Frage „in welcher Welt leben wir und was wollen wir dort eigentlich?“ Jeder Mann ist nach Definition ein Kind Gottes, frei geboren und nur dem Schöpfer unterworfen. Welches Recht hat ein Staat, diese Menschen zu unterwerfen – ich denke Keines. Hier geht es nur mit Freiwilligkeit. Und diese Freiwilligkeit einen Vertrag mit dem was man gemeinhin Staat nennt einzugehen, wird uns permanent unterstellt, weil wir dies nicht strikt zurückweisen. Die Lösung aus dem Dilemma ist die Zurückweisung dieser Unterstellungen. Menschen dürfen im System keine Steuern zahlen, weil es für Menschen im System keine Privilegien gibt. Die gibt es nur für Personen. Und hier ist sie wieder, die Registrierung der Menschen, die immer als erstes vorgenommen wird.

  12. 57

    Richtig, WzK, anarchistische Verhaltensweisen (die dem Denkmuster dann folgen)
    eignen sich nicht zur Verbrechensbekämpfung.
    Auch da hilft ein Blick in die Geschichte, wenn auch im weiteren Sinne.
    Als Deutschland im letzten Weltkrieg stand, stand die deutsche Politik vor der Aufgabe die Rüstungsproduktion nicht nur zu erhöhen, sondern auch neue Waffensysteme zu entwickeln. Die Rüstungsproduktion wurde erhöht, indem ausgesuchte Betriebe 24 Std. am Tag arbeiteten, statt wie vorher nur 8 Std.
    Das bedingte exakt eine Verdreifachung der Arbeiterzahl.
    Was nun die Entwicklung neuer Waffen anging, wurde bis Ende 1943/ Winter 1944 am idiotischen Ausschreibungsverfahren festgehalten. Das bedeutete, dass bei Flugzeugen z.B. mindestens vier Flugzeugbauer mit ihren Abteilungen forschten und entwickelten um der Ausschreibung des Luftwaffenamtes zu entsprechen. Und all diese Firmen haben eifersüchtig darüber gewacht, dass ja kein „Konkurrent“ etwas über die eigene Entwicklung, die Preise etc. erfuhr. Trotz dieses sehr schweren strukturellen Fehlers gelang es, mit der Entwicklung in den USA, England und der Sowjetunion mitzuhalten.
    Und das, obwohl mindestens vier verschiedene Entwicklungsabteilungen doppelt oder parallel zu den anderen Betrieben arbeiteten!
    Und genauso würden private Sicherheitsdienste oder Armeen arbeiten: zum Wohle der Firmengewinne (Aktienkurse) und nicht unbedingt zum Wohle der Gemeinschaft.

    • 58

      Wenigstens wären sie nicht in der Lage „zum Wohle der Gemeinschaft“ Weltkriege anzuzetteln. Dass Kapitalismus und Krieg sich nicht vertragen ist ein Argument für Kapitalismus, nicht dagegen.

  13. 59

    1. Frankreich ist keine Siegermacht, sondern musste 1944/45 „befreit“ werden.
    Ich setze bewusst „befreit“ in Gänsefüsschen, weil Hitler das besetzte Nordfrankreich jederzeit geräumt hätte. Allerdings unter der Voraussetzung eines Waffenstillstandes mit England. Das hätte bereits im Sommer 1940 der Fall sein können. Aber England wollte den Krieg nicht beenden und deshalb konnten deutsche Truppen nicht vom Kanal zurückgezogen werden. So einfach ist das. Die USA und england erklärten Frankreich 1945 nachträglich zur „Siegermacht“ um ihre Verhandlungsposition gegenüber der Sowjetunion zu stärken.
    Und zu Thomas Kindler: lerne er ersteinmal die aktuelle Zeitgeschichte zu verstehen, ehe er dem Superkapitalismus in China und Russland für „kommunistisch“ hält. Die planwirtschaftlichen Modelle Westeuropas haben längst ausgedient und deshalb investieren immer mehr „westliche“ Unternehmen viel lieber (weil gewinnbringender und weniger Vorschriften) in China, aber auch in Russland. Und im übrigen ist der Marxismus seit 25 Jahren tot und es gibt nur noch eine Weltwirtschaft und ein weltwährungssystem.
    Hier ging es bei der Diskussion um ganz anderes, um Ordnungssysteme, selbstverständlich innerhalb des Kapitalismus. Es ist doch mehr als albern, nur weil die Regierungspartei Chinas immer noch „kommunistisch“ heißt, auf diese Bezeichnung reinzufallen. Unternehmer weltweit haben mehr Verstand und fallen nicht auf diese Bezeichnung herein. Wir hatten im vereinten Deutschland noch bis 1993 die Deutsche Reichsbahn, obwohl das Deutsche Reich 1945 untergegangen war.

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