Die Moralphilosophie des Nationalsozialismus

shutterstock./. PlusOne mit Standardlizenz

Hier ist die Theorie:

„Es ist daher notwendig, dass das Individuum endlich erkennt, dass sein eigenes Ego im Vergleich mit der Existenz seiner Nation ohne Bedeutung ist; dass die Stellung des einzelnen Ichs nur von den Interessen der Nation als Ganzes bestimmt wird… dass vor allem die Einheit des Volksgeistes und des Volkswillens weit wertvoller sind als die Freiheit des Geistes und der Wille eines Einzelnen…“3D

„Die Einstellung, dass die Bewahrung der Gemeinschaft Vorrang vor den Interessen des Ichs hat, ist die erste Vorbedingung für jede menschliche Kultur… Die Grundeinstellung, aus der solche Taten kommen, nennen wir – um sie vom Egoismus zu unterscheiden – Idealismus. Darunter verstehen wir die Fähigkeit des Einzelnen, für seine Gemeinschaft, für seine Mitmenschen, Opfer zu bringen.“

Diese Aussagen stammen aus unserem Jahrhundert – vom Führer eines der wichtigsten westlichen Länder. Seine Landsleute hielten seinen Standpunkt für unstrittig. Sein politisches Programm setzte ihn buchstabengetreu um.

Diese Aussagen stammen von Adolf Hitler. Er erklärte hier die Moralphilosophie des Nationalsozialismus.

Dies ist eine Leseprobe des wieder einmal so wichtigen Buches von Dr. Leonard Peikoff. Ab heute lieferbar.

 

Bildquelle: shutterstock./. Arbeit macht frei sign (Work liberates) in concentration camp Auschwitz, Poland, Bildnummer:168990263,Urheberrecht: PlusONE, mit Standardlizenz

Susanne Kablitz
Die Autorin ist Inhaberin des Juwelen-Verlags und Chefredakteurin des Juwelen-Magazins. Sie ist Autorin des Buches „Bis zum letzten Atemzug“ und Mit-Autorin von „Der Freiheit verpflichtet“.

You May Also Like

18 Comments

  1. 1

    Es ist erschreckend, dass Friedrich Nietzsche die „Moralphilosophie“ des Sozialismus bereits Jahrzehnte vor seinen schlimmsten Schreckensherrschaften monumental und punktgenau beschrieben hatte:
    „Der Sozialismus ist der phantastische jüngere Bruder des fast abgelebten Despotismus, den er beerben will; seine Bestrebungen sind also im tiefsten Verstande reactionär. Denn er begehrt eine Fülle der Staatsgewalt, wie sie nur je der Despotismus gehabt hat, ja er überbietet alles Vergangene dadurch, dass er die förmliche Vernichtung des Individuums anstrebt: als welches ihm wie ein unberechtigter Luxus der Natur vorkommt und durch ihn in ein zweckmäßiges Organ des Gemeinwesens umgebessert werden soll.“
    http://www.textlog.de/22056.html
    Für die Ideologie des National-Sozialismus musste das Individuum im Gegensatz zu der des International-Sozialismus halt nur für einen anderen Zweck vernichtet werden: für das Wohl bzw. die Interessen der Nation.
    Gibt es nun auch eine „ökonomische Philosophie“ des National-Sozialismus, so hat sie für mich persönlich Philipp A. Mende in seinem neuen Buch „Geschosse wider den Einheitsbrei“ am besten auf den Punkt gebracht:
    „Hitler hat – im Unterschied zu anderen Sozialisten – nicht die Produktionsmittel verstaatlicht, sondern ist gleich einen Schritt weitergegangen und hat den gesamten Volkskörper verstaatlicht. Insofern war er der konsequenteste Sozialist.“
    Überlegen Sie sich auch einmal, warum Linke Anderdenkende gerne als „Nazi“ beschimpfen, aber niemals als National-SOZIALIST? Oder weshalb es eine „Antifa“ bzw. Antifaschisten gibt, aber keine AntinationalSOZIALISTEN? Oder warum (natürlich!!) in der ehemaligen DDR auch immer nur von Faschismus (bzw. Antifaschismus) die Rede war, aber niemals von NationalSOZIALISMUS?
    Selbstverständlich, um zu verschleiern und um sich und anderen nicht eingestehen zu müssen, dass man letztendlich ebenfalls Anhänger derselben das Individuum verachtenden Ideologie ist…

    • 2

      Nachtrag:
      Es kann daher auch keinen Wie-Auch-Immer-Sozialismus „mit menschlichem Antlitz“ geben, wie ihn linksintellektuelle Träumer nach dem Untergang der DDR „bewahren“ wollten.
      Es kann immer nur einen Sozialismus mit abgrundtief unmenschlich-hässlicher Fratze geben!
      Und es kann dagegen ausschließlich eine Marktwirtschaft „mit menschlichem Antlitz“ geben. Viele Deutsche sehen dieses Ideal in der Sozialen Marktwirtschaft Ludwig Erhards (wobei mir jetzt allerdings die Anarchokapitalisten wiederum auf das Schärfste widersprechen werden).

      • 3
      • 4

        @ Der Weg zur Knechtschaft

        Sie haben den Kern mittels des Nietzsche-Zitates sehr treffend beschrieben. Ob das jedoch verstanden wird?

        Daran habe ich -leider gerade in Kreisen von Libertären- inzwischen einige Zweifel, obwohl doch der Untertitel des hier beworbenen Buches lautet: „Die gespenstischen Ähnlichkeiten zwischen dem AMERIKA von heute und dem Chaos der Weimarer Republik“.

        Ähnlichkeiten der heutigen USA mit sozialistischen -oder allgemeiner gesagt, kollektivistischen- Strukturen, werden oft nicht erkannt. Aber hatte nicht schon -der jeder Verdächtigung als „Putin-Versteher“ enthobene- A. de Tocqueville ähnlich freiheitszerstörende Tendenzen Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieben? Gerade die korporatistischen Elemente, die sich dort noch ausgeprägter finden als dies hier noch der Fall ist, werden ausgeblendet. Einige vermeintlich „besonders libertäre“ Zeitgenossen bestreiten sogar Zitate, die sie inzwischen in deutscher Übersetzung finden könnten ebenso wie die Bedeutung von NGOen und Think Tanks für die politischen Prozesse. Das tun jene, obwohl auch ausgewiesene Libertäre aus den USA (Ron Paul z.B.) eben diese Dinge beim Namen nennen. Ist es kognitive Dissonanz? Ist es Desinteresse? Ist es Dummheit? Verbergen sich manche Internationalsozialisten gar hinter einer libertären Maske und betreiben damit die Maskerade, vor der z.B. R. Baader in „Kreide für den Wolf“ warnte?

        TTIP und andere sog. Freihandelsabkommen werden -allein wegen ihrer Bezeichnung?- als Förderung freien Handels missdeutet. Obwohl doch jeder Freidenker wissen sollte, dass es für freien Handeln gerade solcher Abkommen gar nicht bedarf.
        Die Russische Föderation wird mit der untergegangenen UdSSR gleichgesetzt, obschon sie sich eben dem (internationalen) Korporatismus (der Globalisierer) bislang widersetzt.

        Propaganda wird ausschließlich im Osten gesehen. Die Narrative westlicher Provenienz werden unbesehen und unkritisch übernommen und als Lügen nicht einmal dann erkannt, wenn es offen auf der Hand liegt. Unheilige Einfalt. Was müssten dann doch Gerard Radnitzky, der in „Das verdammte 20. Jahrhundert“ auch die -von den „Befreiern“ beförderte- Geschichtsklitterung thematisierte, u.a. für „Putin-Versteher“ sein.

        Derweil hier von der Art Idealismus die Rede ist, der die „Fähigkeit des Einzelnen, für seine Gemeinschaft, für seine Mitmenschen, Opfer zu bringen“ meint, lohnt es sich vielleicht auch, über folgendes Zitat einmal ein wenig zu sinnen:

        „Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!“ (Kleiner Tipp für den Output staatlicher Bildungskolchosen: Das Zitat soll von einem echten US-Amerikaner stammen)

        PS:
        Wenngleich ich auch noch an anderer Stelle meinen Widerspruch anzumelden hätte, erscheint mir ein Punkt als besonders wichtig: L. Erhard war es nicht, der dem Begriff Marktwirtschaft das Wiesel-Adjektiv „sozial“ voranstellte. M.E. geht man den kollektivistischen Gesellschaftsklempnern bereits auf den Leim, wenn man Erhards Marktwirtschaft in Kombination mit dem Wiesel-Adjektiv nennt.

        • 5
          • 6

            Grausamere Bitten als die um konkrete Beispiele gibt es kaum. ;-)

            Aber selbstverständlich möchte ich Ihnen darauf antworten:

            Zunächst: Offensichtlich stehe ich mit meiner Wahrnehmung nicht allein. So heißt es eingangs eines Artikels bei ef , den ich leider nicht einsehen kann, „…Ein Irrglaube vieler libertärer Unterstützer von TTIP und anderen Freihandelsabkommen….“

            https://ef-magazin.de/2016/10/13/9914-ttip-und-oekonomische-kolonisation-chancen-notwendigkeiten-und-grenzen-des-freihandels

            Ein konkretes Beispiel gibt es in dem nachstehend verlinkten Beitrag. In der dort enthaltenen Aufstellung finden Sie unter dem Stichwort „Freihandelsabkommen, TTIP“ eine solche Behauptung:

            http://www.forum-freie-gesellschaft.de/koennen-anarchismus-und-liberalismus-gemeinsam-fuer-gleiche-ziele-kaempfen/

            Gérard Bökenkamp setzte sich mit TTIP unter Rückgriff auf die Argumentation des Cato-Instituts in ef Nr. 146 (Oktober 2014) auseinander und kam zu der Schlußfolgerung: „..Diese konstruktiven Vorschläge zeigen, dass auch für das TTIP gilt: Man muss das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.“

            In dem Heft mit dem Schwerpunktthema TTIP vertrat Sebastian Herold einen das Abkommen durchweg unterstützenden Standpunkt. (Allerdings: Er wurde zwar als Mitglied der Hayek-Gesellschaft jedoch zugleich der FDP vorgestellt. Und letztere Mitgliedschaft ist –um den Einwand vorwegzunehmen, sicherlich kein Hinweis darauf, ihn als Libertären zu sehen/sehen zu können oder müssen.)

            Henning Lindhoff meinte in eben dem ef-Heft: „….Unabhängige Schiedsgerichte, wie sie nun im Rahmen des TTIP gefördert werden, sind dagegen ein vielversprechender Weg hin zu einer schlanken, effizienten und verlässlichen Rechtsprechung.“

            In einem am 14.12.2014 veröffentlichten Interview mit Roland Tichy stellte sich jemand von den Sons of Libertas (ab Min. 23:38) als Verfechter des TTIP dar:

            https://www.youtube.com/watch?v=EsrDzZRUt6E

            Das war jetzt mehr als nur ein Beispiel.

          • 7

            Ihre Wahrnehmung trügt. Im Forum steht für Liberalismus – nicht Libertarismus – „dafür“, für Anarchismus „dagegen“. Allerdings kann man darauf eh nicht viel geben, weil da auch steht, Anarchisten hätten antiamerikanische Vorbehalte …
            In Ihrem Video spricht Roland Tichy, der zum liberal-konservativen Spektrum gehört, während der Mann von „Sons of Libertas“ nur Fragen stellt.
            Den Sebastian Herold können Sie vergessen, so wie alles was mit FDP zu tun hat.
            Mich wundert es, dass Sie die übrigen Sachen überhaupt gefunden haben, weil Sie wohl nicht ef-Abonnent sind (sonst hätten Sie kein Problem den einen Artikel zu öffnen), dazu kann ich nichts sagen.
            Wie auch immer, ich glaube nicht dass ein Libertärer TTIP ohne Vorbehalte unterstützen wird. Es macht sich vielleicht als stilistisches Mittel in der Einleitung eines Artikels gut, das zu behaupten. Aber wir wissen, dass es keine 1000 Seiten braucht um die Handelsbarrieren zu beseitigen.

          • 8

            Sie wissen nicht, daß auch Fragensteller in ihren Fragen Standpunkte äußern können, wie es der Sons of Libertas-Mann in dem Interview mit Tichy tat?

            Na, da kann ich Ihnen nicht helfen.

            Michael von Prollius ist in Ihren Augen kein Libertärer? M. v. Prollius schrieb nämlich gemeinsam mit dem Verfasser der von Ihnen kritisierten Aufstellung ein Buch, in welchem beide den klassischen Liberalismus dem Anarchokapitalismus gegenüberstellten.

            Sie kennen die Entwicklungsgeschichte des Begriffs „Libertarismus“ ein wenig? Sie wissen, daß sich dort der Klassische Liberalismus recht gut unterbringen läßt, nachdem Sozialisten in den USA den Begriff „Liberalismus“ für sich gekapert hatten?

            Ok, Sie bestimmen, wer dazu gehört? Das, u.a. ist, was mich bei Diskussionen in libertären Kreisen wirklich abstößt. Eine Arroganz, eine Ideologisierung, eine weltfremde Abgehobenheit von tatsächlichen Abläufen, die in Dogmatismus münden muß und dann wohin wohl führt?

            Bitte glauben Sie nicht, daß ich jetzt mit Ihnen hier in eine Diskussion über so etwas wie den „wahren Libertarismus“ einsteigen werde. Ich halte andere Dinge für dringlicher. Unter anderem die Frage, ob bestimmte Kreise aus den USA uns den nächsten Krieg ins Land bringen werden und wie weit die hiesigen -kollektivistischen- Gefolgschaften solcher Kreise die Zerstörung dieses Landes noch treiben wollen……

          • 9

            Ich habe mir das Video angesehen, und keine Meinungsäußerung festgestellt. Wenn Sie eine andere Definition von „libertär“ haben als ich, schön, nur dann sehen Sie zu, dass Sie sich verständlich machen. In Europa bedeutet es was anderes als in den USA. Diese Sprachkonventionen sind kein „Dogmatismus“, sondern dienen der Verständigung.

          • 10
          • 11

            Es ist zwar selten, rote_Pille, aber es kommt eben doch vor, dass ich bei der Lektüre Ihres Links interessiert war.

          • 12

            Stimmt, Oblomov.
            In diesem Zusammenhang hatte ich hier in der Vergangenheit immer wieder (auch im früheren Freiraum) diese Weltfremdheit benannt. Wir haben im hier und heute genau das hier und heute zu gestalten.

          • 13

            Es führt m.E. nicht zum Ziel zu orakeln, was Libertäre tun würden wenn…
            Entschieden wird dann nach Interessenlage!
            Und diese Interessenlage ist nicht immer gleich, sondern schwankt wie die jeweiligen Interessen eben schwanken. So sind Großunternehmen in der Regel für TTIP, aber der Mittelstand nicht. Und das Interesse der Bevölkerung müsste auch zuerst nach einer Abstimmung näher beleuchtet werden. Aber diese Abstimmung macht nur Sinn, wenn vorher alle Bestandteile des TTIP Abkommens bekannt gemacht werden.
            Leider war es, als das Thema aufkam, so, dass diese Vertragsmerkmale noch nicht einmal den Parlamenten bekannt waren. Das wurde in Brüssel in einer Nachtsitzung behandelt und durchgeboxt. Aufklärung war und ist Fehlanzeige.
            Solange das Ganze im Dunkeln bleibt, sollte überhaupt nicht darüber abgestimmt werden.

  2. 14

    Zunächst einmal stammt das Zitat des Hitler, der nur das sagte was damals als allgemeingültig galt, nicht aus diesem Jahrhundert, sondern aus dem vergangenen Jahrhundert.
    Man sollte niemals Aussagen innerhalb einer anderen Zeit später aus dem Zusammenhang reißen und sich darüber zu erheben suchen.
    Die Zwangsfesseln des „Versailler Vertrages“ traf alle Deutschen und Österreicher gleichermaßen, die Österreicher sogar stärker wie Deutschland.
    Weil Österreich- Ungarn rund Zweidrittel seines Staatsgebietes verlor, während es bei Deutschland nur ein Drittel war.
    Und in der Not wird eine Volksgemeinschaft erst geboren. Das haben die verfolgten Juden in den dreissiger Jahren in Deutschland und in Palästina im Kampf gegen die Briten genauso erlebt. Es waren die USA, die England nach dem zweiten Weltkrieg zwangen, der Staatsgründung von Israel auf historischem Territorium endlich zuzustimmen und das Territorium frei zu machen. Allerdings wurden die Araber nicht gefragt und das ist der Kern des späteren Konfliktes. Wobei man schon sehen muss, dass es müssig gewesen wäre die Araber zu fragen. Die Antwort wäre immer nur „nein“ gewesen.

    • 15

      Ja, natürlich stammt es aus dem vorigen Jahrhundert. Etwas anderes hat ja auch niemand behauptet. Hier wird nichts aus dem Zusammenhang gerissen. Es ist ein Zitat aus dem beworbenen Buch, das steht auch so darunter. Das ganze Buch handelt von Zitaten Hitlers, da ist dieser noch harmlos. Und dass Sie sagen, man würde sich über Worte Hitlers „erheben“ ist schon ein starkes Stück. Es nicht zu tun, wäre verachtenswert.

  3. 16

    Nein, doch nicht über die Worte hitlers. Es ist heute nur Mode Dinge und Sätze aus der Zeit heraus zu reißen und sich dann moralisch aufzuschwingen.

  4. 18

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>