Der Sozialismus – eine Bewegung der unterdrückten Massen für die unterdrückten Massen?

„Der Sozialismus war ursprünglich keine Bewegung der Arbeiter, auch wenn der Marxismus die Arbeiter als die revolutionäre Klasse ausgeben möchte. Aber in der Geschichte hat’s nie spontane Arbeiteraufstände gegeben, die das Ziel gehabt hätten, eine sozialisische Gesellschaftsystem einzuführen. […] Schon gar nicht auf der Grundlage marxistischer Theorien, am-vorabend-3d[…] die kennt der Arbeiter im Üblichen gar nicht.

Deshalb strebt der Arbeiter […] nicht nach der Revolution. […] [Da] die Arbeiter in der Bundesrepublich viel zu gut leben würden, und […] sie darum gar nicht daran dächten für die Machtergreifung der kommunistischen Partei zu kämpfen, […] [ist es so], dass die Kommunisten Unzufriedenheit gerade bei den Arbeitern brauchen, damit sie ihre eigenen Ziele durchsetzen können.

[…]

Der Sozialismus ist also keine Bewegung des Proletariats oder der Arbeiter, sondern […] – und das läßt sich auch historisch belegen – eine Bewegung, die ursprünglich von kleinen Gruppen von Berufsrevolutionären initiiert wurde, welche von ihren Hintermännern dafür bezaht worden sind, dass sie die Unzufriedenheit in der Bevölkerung dazu mißbrauchen, um eine vorrevolutionäre Stimmung zu entfachen.

[…] Es geht allein darum, […] der Machtübernahme der Kommunisten den Weg zu bereiten […], die bestehende Gesellschftsordnung zu beseitigen und […] an ihrer Stelle eine Dicktatur zu erreichten, welche die Massen dann erst recht in die Unterdrückung führt.

[…]

Der Sozialismus hat im 20. Jahrhundert zu mehr Blutvergiessen geführt als jede andere Ideologie.

[…]

Es reicht schon, wenn man die ganzen linken Spielarten des Sozialismus betrachtet: […] von der Oktober-Revolution in Russland, über die Kulturrevolution in China, bis hin zu den ganzen sozialistischen Experimenten in der dritten Welt, […] die dort grundsätzlich zu Not und Elend geführt haben und die auch die wahre Ursache für das […] Elend in der dreitten Welt sind. Das Elend der dritten Welt geht nämlich nicht darauf zurück, dass die dritte Welt vom […] Kapitalismus ausgebeutet wird, sondern die wahre Ursache […] sind die Bürgerkriege, […] die Revolutionen, die dort herrschen, und […] die sozialistische Mißwirtschaft. […] Im Sozialismus gibts nur eine winzige kleine Gruppe, die wirklich profitiert, und das ist die Gruppe der Berufsrevolutionäre, die sich im Anschluss an jede Revolution als die neue Führungsklasse herausarbeitet, […] die dann anschliessend die absolute Macht im Staat inne hat.

[…]

Der Sozialismus ist die fortschrittlichste und perfektionierteste Form der Sklaverei.“

(Das vollständige Interview mit Torsten Mann (Weltrevolution, Weltoktober)

Beide Bücher sind hier erhältlich: Partner-Juwelen

Bildquelle: Copyright Oleg Golovnev ./. Shutterstock mit Standardlizenz

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5 Comments

  1. 1

    Vorweg: Wo ist der Spruch „Democracy is the road to socialism“ als Marx- Zitat belegt? Ich wüßte das wirklich gern, da nach meinem bisherigen Kenntnisstand erst nach Marx von der Idee des revolutionären Umsturzes auf andere Wege, den Sozialismus zu verwirklichen, umgeschwenkt wurde. Da spielte dann das, was aus Frankfurt in die USA geflohen und sodann nach Deutschland remigrierte, sich erneut in Frankfurt ansiedelte und institutionalisierte (Kritische Theorie, Frankfurter Schule späterhin genannt) eine maßgebliche Rolle.

    Was nun das Interview anbelangt, welches ich im Hintergrund laufend anhörte, verstehe ich die hier -in diesem Internetauftritt -m.E. zum Ausdruck kommende Fürsprache nicht. Ist doch die Sichtweise des Interviewten schwerwiegend inkonsistent. Einmal unterstellt es gäbe einen kommunistischen Plan zur Weltherrschaft, so wie er vom Interviewten beschrieben wurde, wie erklärt er dann, daß daran der Westen nach Kräften arbeitet? EU, Merkel, UN etc. müßten dann doch -so meine schlichten Folgerungen – alle geheime Agenten des Kommunismus sein. Und weshalb macht sich Putin dann z.B. über Merkels Immigrationspolitik -die durchaus als Papieren der UN (Replacement-Migration) und der EU (Neuansiedelungsimmigration) folgend gesehen werden kann, beinahe lustig? Sitzen die Kollektivisten heute wirklich im Kreml ? Oder sind sie eher in Berlin, Brüssel, Washington den vom Westen beherrschten UN-Organisationen, etc. zu suchen? Weshalb stellte sich Trump gegen solche Bestrebungen? So, wie er es z.B. hier tat:

    https://www.youtube.com/watch?v=Tab5vvo0TJw

    (Das gibt es im Netz auch mit deutschen Untertiteln. Selbst suchen, schafft Information)

    Das -schon wegen der völligen Ausblendung US-amerikanischer geostrategischer Pläne- recht schlichte (und auf die Lage bis etwa 1989/1990 gegründete) Weltbild des Interviewten führt ihn in die Irre. Wenn Betrachtungen ideologische Färbungen bekommen, keine Revision mehr zulassen, sondern -ohnehin nur in Ausschnitten- Wahrgenommenes in vorgefertigte Schemata pressen, hat Erkenntnis bereits ihr Ende gefunden.
    Traurig finde ich das. Zumal es inzwischen genügend Originalquellen gibt, die unzweideutig belegen, daß (inzwischen) weit größere Gefahr aus dem angeblichen Werte-Westen, seinem betrügerischen Fiat-Money-System und die Märkte sowie das Recht und die Freiheit zerstörenden Korporatismus droht als die Russische Föderation zur Zeit schaffen verursachen könnte.

    • 2

      Na, da will ich noch einmal den Unbedarften helfen. Hier ist Trumps Rede gegen das „Establishment“ mit deutschen Untertiteln:

      https://www.youtube.com/watch?v=vV0Jn8IF8_E&t=6s

      Aber, denkfaule oder des Denkens und eigenen Recherchierens unfähige oder unwillige „Radikal-Libertäre“: träumen Sie nur weiter. Die Kollektivisten wird`s freuen, wenn sich im Grunde freiheitlich Denkende mit sich selbst beschäftigen, sich im Kreis drehen und das nicht tun, was die kollektivistischen (national- und international-sozialistischen) Feinde des Rechts, der Freiheit (und übrigens sogar des Grundgesetzes) seit langem tun: die Realität möglichst umfassend wahrnehmen und Transformations-Strategien entwickeln.

  2. 3

    Die „Expropriation der Expropriateure“ (Enteignung der Enteigner) stand schon spätestens 1860, also nach dem Kommunistischen Manifest als Ziel fest.
    Da sich die Besitzenden aber nirgendwo auf der Welt freiwillig enteignen lassen, hätte schon damals den sozialistischen Mitläufern klar sein müssen, das das Ziel des Sozialimus nur durch Gewalt erreichbar sein würde.
    Ein Ziel aber, welches nur durch Gewalt und Einschüchterung erreichbar ist, ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Marx und Engels waren beide Vorläufer und Theoretiker des Gewaltheoretikers Lenin und des Gewaltpraktikers Stalin.

  3. 4

    Gibt es noch jemals eine Antwort auf die Frage, ob der zur Überschrift gemachte Spruch von dem menschenverachtenden K. Marx stammt oder nicht?

    Gibt es keinen Beleg für die Urheberschaft jenes Widerlings, hätten wir hier einen Beleg für Propaganda der eher dümmlichen Variante aus der angeblich lauteren freiheitlichen Ecke. Also erneut: Wo schrieb oder sagte Marx, „Democracy is the road to socialism“ ?

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