Der „Mir reicht´s-Bürger“

Es war für mich heute sehr belustigend zu sehen, wie verzweifelt die Maulhuren der deutschen Qualitätspresse versuchten, ihre durch die von Donald Trump verursachte „Wahlkatastrophe“ in den Grundfesten erschütterte Einheitsmeinung wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Praktisch alle für System-Propaganda zuständigen Redaktionen der bunten Merkelrepublik wurden offensichtlich von den „mir reicht´s-Bürgern“ in den USA eiskalt erwischt. Die Klatsche hat sichtbar gesessen. Selbst das kollektiv linkslastige Establishment im politischen Berlin scheint vom Ausgang dieser Wahl völlig überrascht. Dabei war genau dieses Ergebnis zu erwarten. Natürlich nur von dem, der über den medialen Tellerrand in Deutschland hinaus geschaut hatte.

Es gibt eben nur noch wenige andere Länder, in denen die Bevölkerung absichtlich so desinformiert wird wie in Deutschland.

Ich erspare es mir die allesamt recht dümmlichen Kommentare der üblichen Protagonisten aus Medien und Politik zu zitieren. Sie enthalten doch wie eh und je nur hohle Phrasen, wie wir sie von abgehalfterten Kostgängern, die an den von der arbeitenden Bevölkerung erschaffenen Werten schmarotzen, seit Jahrzehnten gewohnt sind. Ob die Wahl von Trump wirklich das politische Erdbeben einleiten wird, das Viele dahinter sehen, bleibt abzuwarten. Sein Programm ist in einigen Bereichen allerdings durchaus ambitioniert und vielen wohl gerade deshalb ein Dorn im Auge. Dass sein Programm möglicherweise genau aus diesem Grund in deutschen Medien kaum Erwähnung fand und Trump uns Deutschen stattdessen häufig als „Depp der Nation“ verkauft wurde, konnten wir zumindest von den deutschen Qualitätsmedien erwarten.

So plant er beispielsweise, die Amtszeit von Kongressabgeordneten auf maximal zwei Legislaturperioden zu beschränken und Beamte dürfen mindestens 5 Jahre lang nach deren Ausscheiden, nicht für Lobbyisten arbeiten. Überhaupt will er der grassierenden Beamtenflut Herr werden. Sie soll in Zukunft massiv eingedämmt werden. Beamtenstellen von ausscheidenden Beamten werden nicht mehr neu besetzt. Auf diese Weise schrumpft der Staatsapparat erheblich. Neue Verwaltungsakte sollen nur noch genehmigt werden, wenn dafür zwei alte ersatzlos gestrichen werden. Trump sagt somit dem Bürokratiemonster deutlich den Kampf an.

Allein die Vorstellung, dass die Mehrheit der deutschen Bundestags-Kabarettisten schon längst ausgemustert wären, verleiht diesem Ansatz den nötigen Charme. Wie schön wäre die Welt, wenn eine Claudia Roth oder ein Cem Özdemir endlich von der parlamentarischen Bildfläche verschwinden würden? Angela Merkel wäre schon seit mindestens 2 Legislaturperioden Geschichte und Sigmar Gabriel müsste sich eine neue lukrative Versorgungsstelle suchen, um in seiner gewohnten Bräsigkeit zu überleben. Andrea Nahles wäre bereits um eine große Erfahrung reicher. Sie würde lernen, was das Wort „arbeiten“ wirklich bedeutet.

Das Verbot bestimmte Ressourcen zu fördern, soll nach Trumps Wahlprogramm ebenfalls fallen. So wird beispielsweise die Kohleförderung wieder aufgenommen. US-Gelder für UNO-„Klimawandelprogramme“ sollen zukünftig nur noch in den USA zur Sanierung der Infrastruktur eingesetzt werden. Vielleicht kommt Donald Trump ja sogar noch irgendwann auf den Trichter, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel eine der größten Verarschen der Menschheit ist. Ich traue ihm zumindest zu, dass er diese Zusammenhänge begreifen könnte, brächte man ihm dieses näher.

Besonders bemerkenswert finde ich seine Ansicht zur Rechtsstaatlichkeit und Verfassung. Hier will er alle Verordnungen der Obama-Regierung zurücknehmen, die gegen die Verfassung verstoßen und Rechtsstaatlichkeit wieder herstellen. Möglicherweise schwappt diese Welle ja auch zu uns herüber – zu wünschen wäre es auf alle Fälle.

Illegale Einwanderer und straffällig gewordene Ausländer will er rigoros abschieben. Nur Menschen, die Amerika lieben und sich integrieren wollen, werden noch als Zuwanderer akzeptiert. Ob Angela Merkel das Programm gelesen hat? Ich denke nicht. Auf jeden Fall wäre gerade dieser Punkt ein dankbarer Ansatz für einen Kandidaten, der die Bundestags-Wahl in 2017 gewinnen will.

So genannte „Freihandelsabkommen“ wie TTIP lehnt er konsequent ab. Dafür beabsichtigt er die Steuern für Mittelständler um bis zu 35% senken. Besonders spannend ist die Absicht, die Zentralisierung des Bildungsapparates zurück zu fahren und das Gesundheitssystem zu entstaatlichen. Alles in allem viele gute und richtige Ansätze, die man uns in Deutschland wohl gerade deshalb gern verschwiegen hat. Gute Ansätze, die den Bürgern in Deutschland wirklich nützen, hatten unsere Politiker bisher nämlich nur äußerst selten bis nie auf der Agenda.

Gerade deshalb sollte Trumps Wahl als deutliches Zeichen für ein Aufbegehren der Menschen über den Staat gewertet werden. Diese Wahl ist eine Ermunterung, dass auch wir normale Menschen in Deutschland doch noch gegen das Establishment aufbegehren könnten, wenn wir es denn wirklich wollten. Im nächsten Jahr stehen auch in Merkels kunterbuntem Germanistan mal wieder Wahlen an.

Nur leider ist hier in Deutschland weit und breit noch kein deutscher Politiker ´à la Donald Trump erkennbar, der wie Phönix aus der Asche das politische Establishment hinwegfegt und die Einheitsmedien Lügen straft.

Aber zumindest treffe ich immer jeden Tag mehr dieser „mir reicht´s-Bürger“ auch in Deutschland.

Das gibt Hoffnung.

Gerhard Breunig
ist Autor des Buches „Abgemerkelt“ und Mit-Autor des Buches „Klimasozialismus“, die beide im Juwelen-Verlag erschienen sind.

You May Also Like

1 comment

  1. 1

    @ Gerhard Breunig

    Das stimmt, Gerhard. Aber auch alle anderen EU- Staaten sind blose Satelliten und die Presse lebt überall vom Geld und weniger von der Wahrheit.
    Bezüglich Österreich und Schweiz weiß ich das ganz genau und die Presse Italiens oder Polens kann ich nicht lesen.
    Die aktuelle Meldung von gestern Abend (Besuch des Obama in Berlin) lautet übrigens: alles weiter so- wie gehabt. Gleichzeitig formuliert Obama eine Warnung an Donald in den fernen USA.
    Sinngemäß: sollte der neue Präsident nicht die Grundsätze amerikanischer Außenpolitik beachten, dann werde dieser nicht lange Präsident sein.
    Dazu das wichtige Gesicht von Merkel im Fernsehen. Wäre die noch im Politbüro der DDR, wäre dasselbe Gesicht kaum anders.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>