Die erbärmliche Flucht des Frank-Walter Steinmeier

flickr./.U.S. Department of Commerce

Peinlicher hätte der Auftritt des baldigen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Ankara nicht verlaufen können. Selten hat man einen zukünftigen „Ersten“ im Staate noch vor Amtsantritt unterwürfiger erleben dürfen.

Dieses Bild offenbart das ganze Desaster so deutlich, dass es – wäre es nicht so ernst – zum Schenkel-Klopfen wäre. 

Auch Erdogan weiß inzwischen, wie mickrig unsere nahezu gesamtdeutsche Politikerriege ist, die zwar – wie auch im Falle des vertrocknet wirkenden Herrn Steinmeier – sich nicht entblödet, einem gewählten zukünftigen Präsidenten der USA nicht zu gratulieren und diesen stattdessen an die „westlichen Werte“ erinnert, die VON UNSEREN POLITIKERN jeden Tag mehr verraten werden, es aber nicht auf die Reihe bekommt, einem Despoten mal ganz gehörig den Marsch zu blasen – und DIESEN an die Werte erinnert, die grundsätzlich zu den „westlichen“ gehören.

Da kann man dem Bürger noch so sehr vorgaukeln, dass „die Stimmung frostig“ sein. DAS interessiert einen Erdogan einen feuchten Kericht. Mit unseren Hupfdohlen unter den „Volksvertretern“ kann es gar nicht wirklich frostig zugehen, so erbärmlich wenig steckt hinter den wohlfeilen Worten. Das weiß der gute Mann aus der Türkei nur allzu genau.

Es ist wirklich zum Piepen.

Wenn man die Körperhaltung von Steinmeier verinnerlicht, dann kann einen nur das Fremdschämen überkommen. Bei Donald Trump kann er den Mund nicht voll genug nehmen, obwohl Trump in seinem Leben bisher noch niemandem auch nur annähernd so geschadet hat wie Erdogan das tagtäglich tut.

Und so ist das, was jetzt passiert, kein Wunder.

Steinmeier, ein weiterer Vollversager unter den Spitzenpolitikern wird kurz vor der totalen Superblamage in ein nächst höher dotiertes Amt gehievt. Da kann er dann demnächst nur noch hohle Phrasen von sich geben, ohne auch nur ansatzweise liefern zu müssen. Dieses Gebaren wird dann übrigens vom Großteil des links-grün verlotterten Medienzirkus auch noch positiv dargestellt. So, als wäre das, was wir uns hier gefallen lassen (müssen) etwas Wertvolles für den Bürger. Nichts, was in den Hinterzimmern der Polit-Aristokratie mal eben so „hingerotzt“ wird und nur den sogenannten Eliten dient, sondern angeblich eine Auszeichnung der Demokratie. Zudem bekommen wir – es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn nicht – den charismatischen Ex-Buchhändler Martin Schulz auf´s Auge gedrückt.

Es ist nur noch zum Verweifeln.

Früher wurden abgehalfterte Politiker nach Brüssel abgeschoben – heute läuft es andersherum; oder sie kommen ins höchste Ämter und Würden – vollversorgt vom Steuerzahler bis zum Rest ihres erbärmlichen Lebens.

Bildquelle: Copyright: flickr./.U.S. Department of Commerce

Susanne Kablitz
Die Autorin ist Inhaberin des Juwelen-Verlags und Chefredakteurin des Juwelen-Magazins. Sie ist Autorin des Buches „Bis zum letzten Atemzug“ und Mit-Autorin von „Der Freiheit verpflichtet“.

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1 comment

  1. 1

    Ich kann mich noch gut erinnern, dass Erdogan in Brüssel und in Deutschland sehr willkommen war.
    Als kritische Zeitgenossen nachfragten, wo denn die „europäischen Werte“ blieben, wenn die Türkei mit ihrer wachsenden Bevölkerung aufgenommen wird in die EU mit deren schrumpfender Bevölkerung, da wurden diese verlacht und als „rechtsradikal“ bezeichnet.
    Da spielten europäische Werte keine Rolle.
    Aber jetzt, wo Erdogan durch einen Putsch ala Kiew nicht wegzubekommen war und derselbe Erdogan gemeinsam mit Russland dem „Westen“ eine verdeckte Unterstützung des IS vorwirft, da plötzlich ist das anders. Aufeinmal spielen „europäische Werte“ wieder eine Rolle. Die westliche Politik geht mehr und mehr auf Distanz zur Türkei.
    Deren Nato- Mitgliedschaft scheint nur noch eine Frage der Zeit.
    Steinmeier ist deshalb ein „Spätzünder“ der das noch nicht mitbekommen hat.
    Er versucht nun im geopolitischen Nato- Interesse die Brücken zur Türkei nicht ganz abreißen zu lassen. Aber die wirklich Mächtigen in der Welt sind da schon weiter.
    Steinmeiers Einsatz dient einem höheren Zweck und zwar nicht nur dem Erhalt der Brücken. Aber die Karawane scheint einen abweichenden Kurs eingeschlagen zu haben und nur darauf kommt es an. Erdogan weiß, dass Steinmeier ein Niemand ist.

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