Integrationsbambi

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Für die Amerikaner ist die Oscar-Verleihung die größte Auszeichnung der Medienschaffenden. Das Pendant dazu ist für uns in Deutschland die Bambi Verleihung.

Was für viele in Form eines lieblichen, kleinen, unschuldigen Rehs daherkommt, gilt als der beliebteste Medienpreis im gesamten Merkelland.

Verliehen wird er alljährlich an Künstler und herausragende Menschen der Öffentlichkeit, die sich in diesem Jahr besonders hervorgetan haben. Man kann sich weder dem Oscar noch dem Bambi wirklich entziehen, selbst wenn man den ganzen Verleihungszirkus absichtlich boykottiert. Dieser deutsche Medienpreis scheint so wichtig zu sein, dass man uns schon am sehr frühen Morgen nach der Verleihung auf allen Sendern der Republik mit den Ergebnisen bombardiert. Als ob es in unserem Land nichts Wichtigeres gäbe als diese selbstbeweihräuchernde Firlefanz-Veranstaltung, auf der es nichts weiter als Lobhudeleien und Streicheleinheiten für das eh schon viel zu große Ego überbezahlter Fernsehkasper, Grinsefratzen, Scheinriesen und Heuchler abzustauben gibt.

Aufgefallen ist mir dieses mal besonders der Preis für den Chef der bundesdeutschen Obergladiatoren.

Joachim Löw bekam den „Integrationsbambi“ für die herausragende Leistung aus einer international zusammengewürfelten Söldnertruppe von Fussballmillionären ein „Weltmeisterteam“ geformt zu haben. Diese millionenschwere Multi-Kulti-Truppe wird dem unbedarften Otto Normalzuschauer dann als das Erfolgsmodell für gelungene Integration verkauft. Dass sich diese Ikonen der Werbe- und Vermarktungsindustrie zumindest bei der Arbeit hochprofessionell verhalten müssen, ist aufgrund der üppigen Entlohnung doch eigentlich das Mindeste, was man erwarten sollte. Diese Truppe stellt schließlich die vorgeblich Besten von mehreren Millionen Menschen dar, die sich allein in Deutschland aktiv für Fußball begeistern.

Die 11 Freunde eines Sepp Herberger sind dabei aber längst einer beliebig austauschbaren Zweckgemeinschaft gewichen.

Es geht schlicht um sehr viel Geld – sonst nichts. Die Gladiatoren von heute sind politisch korrekte, glattgebügelte Strahlemänner einer Multi-Kulti-Einheitsgesellschaft. Eine eigene, möglicherweise sogar andere Meinung bekommt man zumindest in der Öffentlichkeit von Fußballern schon lange nicht mehr zu hören. Wer ernsthaft kritisch ist, kommt erst gar nicht soweit, dass er Kritik öffentlich äußern könnte.

Warum gelingt es dem Integrationsbambi-Preisträger Löw nicht einmal, einen Mesut Özil zum Mitsingen der Nationalhymne zu bewegen? Wäre das für einen Nationalspieler etwa zuviel verlangt? Der Mann ist schließlich „Deutscher“.

Stattdessen wurde Löws Team der Integrierten beim letzten Turnier von den Medien erstmalig nicht mehr als die „Deutsche Nationalmannschaft“ bezeichnet, sondern viel moderner „La Mannschaft“ genannt. Für solch gelungene mediale Deutungspropaganda muss es dann ja auch völlig folgerichtig den entsprechenden Preis in Form eines Bambi geben. Vielleicht ist „La Mannschaft“ demnächst sogar ein Kandidat für das Unwort des Jahres.

Es wäre spannend, Herrn Löw bei echter Integrationstätigkeit mal dort zu beobachten, wo sich das wahre Leben abspielt, nicht gestellt und zurechtgebastelt für die Wohnzimmer der Schlafschafe.

Wie wäre es mal mit echter Integrationsarbeit ohne Fussball in Duisburg-Marxloh oder in den Berliner Brennpunktgebieten, Herr Löw? Bringen Sie doch, statt mit kleinen Mädchen Fußball in einer Sporthalle vor laufender Kamera zu spielen, mal dem Libanesen-Clan, der Bremen terrorisiert, das Einhalten unserer Gesetze bei. Wenn Sie das überleben, wäre des zumindest ein erster Schritt in die richtige Richtung. Oder wie wäre es mit einer Aktivbetreuung von 50 männlichen Wirtschaftsflüchtlingen aus dem Berliner Drogenmilieu bei Ihnen zuhause?

Aber stattdessen wird mal wieder der Spruch vom AfD-Gauland aus der Mottenkiste geholt, der nicht neben Jerome Boateng wohnen möchte.

Ich möchte hingegen sehr gerne dort wohnen, wo Jerome Boateng wohnt. Leider wird das wohl daran scheitern, dass ich mir diese Wohnlage einfach nicht leisten kann. Ich bin eben kein Vorzeigefußballer mit Millioneneinkommen, sondern nur einer von Vielen, die man auf diese Weise verarscht. Genau wie das Millionenheer der Wohlstandsflüchtlinge, die dank Angela Merkels gelungener „Zuwanderungs- und Integrationspolitik“ über das aus ihrer Sicht real existierende Schlaraffenland Deutschland wie die Heuschrecken herfallen. Auch die werden mit völlig falschen, unhaltbaren Versprechen angelockt und dann vor Tatsachen gestellt, die diesen Vorstellungen nicht einmal ansatzweise entsprechen können.

Das, was uns ARD und ZDF seit Jahren als „Integrationspolitik“ verkaufen, ist nichts weiter als die Beschreibung von Plünderung und Wertekonsum auf Kosten der Leistungserbringer. Staatlich organisierter Diebstahl wird uns so als soziale und moralisch erstrebenswerte Leistung verkauft.

Die Integrationsindustrie ist in Wahrheit nichts weiter als ein zusätzlicher unnützer Wurmfortsatz parasitär schmarotzender Sozialprofiteure, die selbst keinerlei volkswirtschaftlich produktive Leistung und auch keinerlei Nutzen für die Wertegemeinschaft erbringen.

Integration ist immer Aufgabe der Zuwanderer, nicht die Pflicht der Gastgeber.

Ein weiterer „Preisträger“, der mir in den letzten Wochen besonders negativ aufgefallen ist, war Udo Lindenberg. Als er vor einigen Tagen die Schlagersängerin Helene Fischer tadelte, weil diese bisher noch kein politisches Statement gegen Rechts abgeben hatte, begab er sich auf das bekannt niedrige Niveau herab, das im politisch so korrekten Merkeldeutschland immer häufiger zu beobachten ist.

Gleichgeschaltete linke Künstler und die immer gleichen Talkshow-Tölpel präsentieren sich als oberste moralische Instanz. Als ob es in Deutschland jetzt Pflicht wäre, sich öffentlich als linke Socke zu outen, wenn man Erfolg beim Publikum hat.

Dass sich Frau Fischer bisher nicht zu politischen Kommentaren hinreißen lies, macht sie für mich viel sympathischer als immer wieder die sozialistischen Weisheiten und Ergüsse eines ewig gestrigen Udo Lindenberg weiter ertragen zu müssen, der anscheinend immer noch im Weltbild der 68er hängen geblieben ist. Er scheint auf jeden Fall nicht zu bemerken, dass Honeckers Rache schon seit Jahren die BRD-Geschicke übernommen hat.

Was bei der Bambi-Verleihung fehlte, waren deshalb die dringend einzuführenden Auszeichnungen für besondere Leistungen wie Hochverrat, Propaganda und Meinungszensur.

Offenbar hatten die dafür bereit stehenden Kandidaten Angela Merkel, Joachim Gauck und Heiko Maas einfach Wichtigeres zu tun. Schließlich war just zum Verleihungszeitpunkt Barack I, Großimperator aus Amerika angereist. Auf seiner letzten Kontrollfahrt durch das Land der Unterworfenen, mussten verschweißte Kanaldeckel überwacht und die weitere Zerstörung Deutschlands besprochen werden. Dass Obama ausgerechnet Angela Merkel für eine tolle Politikerin hält, macht die Farce perfekt, die man seit über 70 Jahren für uns aufführt.

Gerhard Breunig
ist Autor des Buches „Abgemerkelt“ und Mit-Autor des Buches „Klimasozialismus“, die beide im Juwelen-Verlag erschienen sind.

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