Ein gravierender und entscheidender Fehler

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Kommentar zum FOCUS-Bericht „So schützen manche Amerikaner jetzt schon das Klima vor Trump“, vom 2.1.2017.

Der Autor Michael Odenwald macht in seinem Bericht einen gravierenden und entscheidenden Fehler. Nein, ich meine nicht die übermäßige Verwendung des Wortes ‚könnte‘, das man immer benutzt, wenn man nichts Genaues weiß; wenn man etwas konstruieren will, für das es keine Daten und Fakten gibt.

Sein Fehler ist vielmehr, daß er nicht zwischen natürlichen Klimawandel und einem von Menschen verursachten Klimawandel unterscheidet. Er wirft alles in einen Topf und schlägt auf jemanden ein, hier auf Herrn Trump, der diese Unterscheidung sehr wohl macht.

Denn daß es einen Klimawandel gibt, das bestreitet ja niemand, auch nicht Herr Trump. Er hat aber Zweifel daran, ob der Mensch einen wesentlichen Anteil am Klimawandel hat. Und diese Zweifel sind wissenschaftlich sehr wohl begründet.

Vielleicht ist Herrn Odenwald entgangen, daß gegen Ende des 19. Jahrhunderts die letzte Zwischeneiszeit geendet hat. Daß es dann von diesem Temperaturtiefpunkt automatisch wieder wärmer werden muß, sollte jedem einleuchten, auch jemandem der Trump nicht mag. Und weil sich die Erde nun von der kalten Phase langsam wieder erholt, steigt naturbedingt auch der Meeresspiegel. Dieser steigt seit gut 20 000 Jahren (und früher wesentlich schneller als heute)an, nicht erst seit der Mensch Kohlendioxid produziert. Und weil dies so ist, ist es auch völlig verständlich, daß sich Menschen vor einem Meeresspiegelanstieg, dort, wo er Schaden anrichten kann, schützen. Und wenn Herr Trump das für  sein Golfresort in Anspruch nimmt, so bedeutet es doch nicht, daß er inkonsequent ist – im Gegenteil.

Der Vorwurf, daß sich Trump nicht um die wissenschaftliche Wahrheit schert, ist völlig abstrus. Denn die Wissenschaft kann bis heute nicht nachweisen, daß von Menschen verursachtes CO2 das Klima drastisch beeinflußt. Und genau das thematisiert Herr Trump, nichts anderes.

Der veredelnd als ‚Weltklimarat‘ bezeichnete IPCC nennt als ‚Beweis‘ folgende Punkte:

1) In der Vergangenheit wiesen die Temperatur und der Verlauf der CO2-Konzentrtion in der Atmosphäre eine sehr gute Übereinstimmung auf.

2) Der Gehalt des Kohlendioxids steigt.

3) Modelle belegen, daß sich das Klima durch ein Mehr an Kohlendioxid negativ verändern wird.

Mehr hat man nicht. Also machen wir den Faktencheck.

Zu Punkt 1) Eine Korrelation ist noch lange kein Beweis. Wenn der Gehalt von CO2 und die Temperatur einen ähnlichen graphischen Verlauf haben bedeutet das nicht, daß CO2 die Temperatur treibt.

In Wirklichkeit ist es nämlich genau umgekehrt. Detaillierte Analysen haben festgestellt, dass erst die Temperatur steigt und DANACH das Kohlendioxid (wohl deshalb weil bei höherer Temperatur weniger Kohlendioxid in den Meeren gelöst wird und es deshalb ausgast).

Das Alfred-Wegener-Institut klärt auf: „Eine detaillierte Untersuchung der Phasenbeziehung zwischen Temperatur und CO2 zeigt, dass die Glazial/Interglazial-Änderungen der CO2-Konzentration primär von der Temperatur kontrolliert werden.(1) Bestätigt wird diese Meinung auch von anderen Wissenschaftlern: „Rekonstruktionen der Klima-Vergangenheit machen deutlich, dass CO2 nicht die treibende Kraft für die Temperaturentwicklung in der Vergangenheit war.“ (2)

Erst vor wenigen Wochen teilte die ‚Deutsche Geophysikalische Gesellschaft‘ mit, daß Kohlendioxid nicht der dominate natürliche Klimatreiber ist (3).

Noch deutlicher formuliert es Professor Ian Clark von der Universität in Ottawa: „Wir können nicht behaupten, dass das CO2 das Klima bestimmt, denn das hat es in der Vergangenheit nachweislich zu keiner Zeit getan. Die Eiskernbohrungen zeigen eindeutig: Erst ändert sich die Temperatur, die CO2- Konzentration folgt im Abstand von 600 bis 800 Jahren nach. Das IPCC vertauscht demzufolge Ursache und Wirkung.“ (4)

Dadurch wird klar, daß der erste ‚Beweis‘ des IPCC eine Fehlannahme ist.

Und wenn Beweis 1 falsch ist, dann kann auch Beweis 2: (der Gehalt an CO2 steigt) kein Beweis sein.

Kommen wir zu Punkt 3): Das IPCC sagt, daß sich das Klima durch ein Mehr an Kohlendioxid negativ verändern wird. Das ist erstaunlich, denn das Klima ist ein sog. nichtlineares, chaotisches System, daß sich prinzipiell nicht berechnen läßt.

Das gibt sogar das IPCC selber zu: „In der Klimaforschung und -modellierung sollten wir beachten, dass es sich um ein gekoppeltes nicht-lineares, chaotisches System handelt; und deshalb ist die langfristige Vorhersage zukünftiger Zustände des Klimas nicht möglich.“

Das steht so im IPCC-Bericht ! (5)

Der Physiker Prof. Dr. Gerhard Gerlich von der TU Braunschweig sagt dazu: „Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass die hier dargestellten Schwierigkeiten mit der Aussagekraft aller globaler Klimamodelle den sogenannten ‚Klimawissenschaften’ bekannt sind. Als die ‚Klimawissen-schaftler‘ von den Politikern (IPCC) die Aufgabe übernahmen, mit Modellrechnungen die angeblich durch Kohlendioxid verursachten Klimaveränderungen zu berechnen, haben diese Leute sehr bewusst gelogen und die Öffentlichkeit betrogen, da sie genau wussten, dass nie realitätsnahe ‚Rechnungen’ möglich sind und sein werden. Deshalb werden die ‚Ergebnisse’ wie vom Delphischen Orakel verkündet, wodurch die ‚Klima-Wissenschaftler’ nur schwer von Astrologen zu unterscheiden sind. Grundlage teurer Maßnahmen sollten endlich wieder wirklich gemessene Größen sein und nicht aus schlechten Modellvorstellungen geschätzte und hochgerechnete Zahlen.“ (6)

Wie zuverlässig Klimamodelle sind, beschreibt der Direktor des Max-Planck-Institut, Prof. Jochem Marotzke: „Unsere Arbeiten zeigen zum ersten Mal in einem umfassenden gekoppelten Klimamodell, dass die Erde bei heutiger Sonneneinstrahlung und heutiger Konzentration an Kohlendioxid in der Atmosphäre sowohl den heutigen Klimazustand als auch den Eisballzustand annehmen kann.“ (7)

Herr Trump weiß das, deshalb ist er skeptisch.

Herr Trump weiß auch, daß Kohlendioxid aus psysikalischen Gründen gar nicht in der Lage ist, die Temperatur so dramatisch steigen zu lassen. Erstens, weil seine Absorptionsfähigkeit für IR-Strahlung bei der vorhandenen Konzentration bereits nahezu gesättigt ist und zweitens, weil die Abdorptionskurve logarithmisch und nicht linear verläuft. Ein Mehr an Kohlendioxid hat also kaum einen zusätzlichen Effekt.(8,9)

Folglich haben die Kohlendioxidemissionen nur einen sehr geringen Effekt auf die Temperatur.

Und daß die NASA und die NOAA ihre Daten nun in Sicherheit bringen liegt sicher nicht daran, daß Herr Trump diese löschen möchte. Warum sollte er das tun? Es liegt eher daran, dass man sich lieber nicht in die Karten schauen lassen will. Denn es ist gut belegt, daß sowohl die NASA als auch das NOAA einen Großteil der sog. Rohdaten nachträglich abgeändert und somit erst einen starken  Temperaturanstieg künstlich erzeugt haben (10,11).

So etwas ist in der modernen Klimaforschung nichts Neues. Schon Michael E. Mann, derjenige, der die berühmte sog. Hockejschlägerkurve erfand – das ist die, die einen dramatischen Temperaturanstieg in den letzten Jahrzehnten zeigt – weigerte sich, seine Berechnungen und Daten offenzulegen. Und er hatte guten Grund dazu! Seine Berechnungen haben sich als völlig falsch herausgestellt.

All das weiß auch Herr Trump. Deshalb sagt er, er wird sich das alles genau anschauen. Recht hat er. Das ist nämlich Wissenschaft. Wissenschaft überprüft und vergleicht. Nur Ideologen plappern alles nach.

Der Autor Günther Vogl  („Die erfundene Katastrophe“) stellt sein Werk persönlich auf der ersten Buchparty des Juwelen-Verlags vor. Hier geht es zur Einladung und zum Programm.

 

(1) Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven, AWT-Report 204/05, S. 138 f.

(2) U. Berner und H. Streif, „Klimafakten“, Nägele, Stuttgart 2001

(3) Ulrich O. Weber, About the natural climate driver, Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e.V., 2/2016

(4) Aus „Freispruch für CO2?“, Klaus-Eckart Puls in www.laufpass.com

(5) IPCC, Third Assessm. Rep. 2001, Teil 1, The Scientific Basis, S. 771,774

(6)Zur Physik und Mathematik globaler Klimamodelle, Vortrag am 20.05.2005, Theodor-Heuss-Akademie, Gummersbach

(7)J. Marotzke, 4. ExtremWetterKongress, Wenn die Erde zum Eisball wird

(8) P.J. Krutzen, T.E. Greadel, Chemie der Atmosphäre, Spektrum akad. Verlag, Berlin 1993, S. 414

(9) Der antrophogene Treibhauseffekt-eine spektroskopische Geringfügigkeit, Dr. Heinz Hug, 2012

(10) Karl-Friedrich Ewert, NASA_GISS-Temperaturen wurden rückwirkend verändert-warum? In ‚Mitteilungen der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft zu Großbothen e.V.‘ 19 Jg, 2014, Heft 2

(11) htpp//realclimatescience.com/2016/12/100-of-us-warming-is-due-to-noaa-data-tampering

Günther Vogl
ist Autor des Buches „Die erfundene Katastrophe“, das im Juwelen-Verlag erschienen ist.

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