Abgesang

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Der mediale Abgesang auf Angela Merkel nimmt praktisch jeden Tag mehr Fahrt auf. Nachdem sowohl die Politik als auch die Qualitätsmedien erst nach 4 Tagen bemerkten, dass die Veranstalter des Theaterstücks „Bürgerkrieg in Europa“ die Regeln geändert haben, rollt jetzt ein Tsunami an Schein- oder Nichtscheinwahrheiten über die erregte Bevölkerung. Oder kommt es Ihnen etwa nicht merkwürdig vor, dass man in diesem Land seit dem 4. Januar plötzlich Dinge erfährt, für die man am 31.12.2015 noch per Nazi-Keule niedergeknüppelt hätte?

Der Wunsch nach Bürgerkrieg in Europa scheint bei den unsichtbaren Monopoly-Spielern langsam übermächtig zu werden. Sie haben mit den unzweifelhaft organisierten „Gruppen-Veranstaltungen“ zu Silvester in ganz Europa eine mächtige Schippe draufgelegt und damit das Tempo des Niedergangs deutlich erhöht. Weder Merkel mit ihrer Berliner Laienspieltruppe, noch die großen Medien schienen von diesem plötzlichen 180 Grad Schwenk ihrer Weisungsgeber etwas gewusst zu haben.

Welch ein Spaß!  Zuerst lockt man Menschen aus Afrika und Arabien mit absurd falschen Versprechungen in riesigen Mengen nach Europa und dann zündelt man mit diesen Menschen so lange, bis ganz Europa brennt.

Zu groß war meiner Meinung nach die Überraschung der angeblich so mächtigen Kanzlerin und auch den Qualitätsmedien. Dieser europaweite Terror-Testlauf kam für die bisher im Vordergrund stehenden Protagonisten völlig überraschend. Vier Tage Schweigen beweisen das deutlich. Wir sind gerade live und in Farbe beim Abgesang auf Merkels Berliner Puppenkiste dabei. Seit dem 4. Januar darf jeder noch so bedeutungslose Kasper mit der Klatsche auf das Merkel-Krokodil draufhauen.

Die Zeiten ändern sich.

So wirft beispielsweise der Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter der Kanzlerin eine massive Realitätsverweigerung vor, die einem Totalversagen der gesamten politischen Elite gleichkommt. Aber wir haben es hier eigentlich nicht nur mit politischem Totalversagen, sondern mit Verrat an allen hier lebenden Menschen zu tun. Langsam eitert selbst in den sonst so linientreuen Qualitätsmedien immer mehr des Drecks heraus, der bisher auf Weisung der Verantwortlichen seit Jahren unter den Teppich gekehrt wurde.

Die WDR Journalistin Claudia Zimmermann bekannte im niederländischen Radiosender L1 während eines Interviews zur Berichterstattung in der Flüchtlingskrise :

„Wir sind natürlich angewiesen, pro Regierung zu berichten.“

Auf die Frage, ob sie im WDR positiv über Flüchtlinge berichten musste, antwortete die freie Mitarbeiterin weiter:

„Wir sind öffentlich-rechtlicher Rundfunk und darum angehalten, das Problem in einer mehr positiven Art anzugehen. Das beginnt mit der Willkommenskultur von Merkel bis zu dem Augenblick, als die Stimmung kippte und es mehr kritische Stimmen im Rundfunk und auch von der Politik gab.“

Die freie Journalistin sagte zudem, dass diese Anweisung von mehreren Ausschüssen ausgehe. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei so angelegt eher zu Gunsten der Regierung zu berichten, was bei durchweg politisch besetzen Rundfunkräten für mich keine wirkliche Neuigkeit mehr war. Zwar ruderte Frau  Zimmermann inzwischen, vermutlich auf Druck ihres Arbeitgebers wieder zurück und behauptet, sie hätte da unter dem Eindruck der live Sendung Unsinn geredet – allein mir fehlt der Glaube.

Auch der vor Jahren von Merkel zur EU abgeschobene Edmund Stoiber wittert urplötzlich Morgenluft und stellte der Kanzlerin ein Ultimatum. Er forderte sie auf, bis spätestens Ende März ihre Ankündigung, die Zahl der Flüchtlinge deutlich zu verringern, verbindlich umzusetzen. „Du machst Europa kaputt“, soll er ihr bei der CSU Klausurtagung in Wildbad-Kreuth lautstark entgegen geworfen  haben. Außerdem hätte er gefragt, ob es einen Plan B gäbe. Wer Merkel kennt, der bezweifelt das. Denn Marionetten haben keine Pläne, sondern erhalten alle Anweisungen von ihren Puppenspielern.

Stoiber warf Merkel weiterhin vor, mit ihrem Alleingang schwere Verwerfungen in ganz Europa verursacht zu haben und Ängste vor einem deutschen Europa zu schüren.  Merkel müsse ihre Position jetzt ändern.

Wir erleben gerade die endgültige Demaskierung der Kanzlermarionette Angela Merkel. Der Mohr hat offenbar seine Schuldigkeit getan – der Mohr kann abtreten. Ich bin gespannt, ob wir auch noch irgendwann erfahren dürfen, wer bei dieser Kanzler-Marionette seit Jahren die „Hand im Hintern“ hat und uns so das Kanzlermärchen vorspielen durfte.

Nur Käpt´n Größenwahn scheint immer noch nicht begriffen zu haben, dass der kalte Wind auch ihm direkt ins Gesicht bläst.

Die saarländische Lachnummer hält sich anscheinend schon für den kommenden Innenminister, weil er ständig unqualifizierte Kommentare zu dessen Resort abgibt. Heiko Maas wird wohl auch weiterhin für Merkels längst verlorene Sache kämpfen und irgendwann als Don Quichote unter den Merkel-Ministern in die Geschichte eingehen. Wenn ein Staat seine Bürger nicht mehr schützen kann, dann übernehmen diese Bürger das eben selbst. Herr Maas wird sich schon noch daran gewöhnen, denn die Macht ist nicht mit ihm.

Es bleibt auf alle Fälle spannend.

Gerhard Breunig
ist Autor des Buches „Abgemerkelt“ und Mit-Autor des Buches „Klimasozialismus“, die beide im Juwelen-Verlag erschienen sind.

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